Arbeiten an der Grenze

Diese Woche haben Kinder die Kurse des «Ferienpasses Am Alten Rhein» besucht. Auch das Zollamt in St. Margrethen öffnete seine Türen und gewährte 30 Schülern einen Einblick in die Arbeit der Grenzwächter.

Valentina Thurnherr
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Urs Alder begrüsst die Schüler zum Ferienspass-Kurs. (Bild: Valentina Thurnherr)

Urs Alder begrüsst die Schüler zum Ferienspass-Kurs. (Bild: Valentina Thurnherr)

ST. MARGRETHEN. Zappelig und ein wenig aufgeregt versammelten sich am Donnerstagnachmittag rund 30 Kinder vor dem Zollamt in St. Margrethen. Grenzwächter Urs Alder* lotste die Gruppe in den Hof des Zollamtes, um dort alle zu begrüssen. Die Vorfreude war den Kindern anzusehen, man hörte Rufe wie: «Ich komme nun schon zum drittenmal in diesen Kurs.» Die Grenzwächter hatten drei Posten vorbereitet, an denen jeweils eine Gruppe einen Einblick in die Grenzwache erhalten konnte.

Röntgengerät statt Hund

Mit grossen Augen begutachteten die Zweit- bis Siebtklässler die Ausrüstung der Grenzwächter, die von Schlagstock über Nachtsichtgerät bis zur Pistole reicht. Besonders interessant war die Panzerweste, die Alder auf den Tisch hievte und die, anders als die leichtere Unterziehweste, ein Tarnmuster hatte. Später durften alle die Weste einmal anziehen; einige der jüngeren Schüler verschwanden beinahe darin. Auch die Fahrzeuge wurden unter die Lupe genommen. «Wie ihr seht, hat es in einem davon einen Hundezwinger», sagte Alder. Bei diesen Worten leuchteten viele Augen, und schon folgte die Frage: «Dürfen wir die Hunde auch anschauen?» Zum Leidwesen der Kinder waren an diesem Tag alle Hunde an einem Trainingsprogramm. «Dafür haben wir ein Röntgengerät hier», sagte Alder. Davon zeigten sich die Buben und Mädchen anfangs nicht sehr begeistert. Als Alexandra Schmid* ihnen aber dann besagtes Gerät vorführte, stand ihnen die Neugier ins Gesicht geschrieben. Samuel Frei* führte die Kinder danach ins Innere, wo er ihnen die Aufgaben eines Grenzwächters erklärte, wie etwa das Untersuchen eines Ausweises. Frei zeigte, woran man einen echten von einem falschen Ausweis unterscheiden kann. Dazu hielt er einen Pass unter Blaulicht, um die versteckten Markierungen sichtbar zu machen.

Jedes Jahr neue Kurse

«Dieser Ferienpass-Kurs ist seit Jahren ein besonders beliebter», sagte Yvonne Scherrer, Präsidentin des Vereins und ebenfalls anwesend. «Wir versuchen trotzdem, jedes Jahr mindestens 20 Prozent neue Kurse anzubieten. Für 2015 haben wir dieses Ziel erreicht.»

*Die Namen der Grenzwächter wurden von der Redaktion geändert.

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