ARA-Sanierung geht weiter

Die ARA Hofen in Wittenbach ist 30 Jahre alt und wird seit 2008 «rollend» saniert. Für die nächste Etappe will die Stadt 4,5 Millionen Franken investieren.
Ralf Streule

Das Abwasser aus dem Osten St. Gallens landet in der ARA Hofen in Wittenbach. 2008 begann die Stadt mit der etappenweisen Erneuerung der in die Jahre gekommenen Anlage, zusammen mit der Gemeinde Wittenbach. Die erste Sanierungsetappe ist fertig: Unter anderem wurden Sandfang, Regenbecken und das Nachklärbecken erneuert. Im Frühling soll die zweite Etappe beginnen: der Bau der Abwasserleitung zum Bodensee (Kasten).

Etappe bis 2013 abschliessen

Daneben ist bereits die nächste Etappe aufgegleist: Das Stadtparlament soll dafür an der kommenden Sitzung über einen Kredit von 4,5 Millionen befinden. Wittenbach übernimmt 900 000 Franken. Mit dieser «dritten Etappe» soll gemäss Vorlage «der Rest der Anlage auf den aktuellen technischen und betrieblichen Stand gebracht werden». Saniert werden müssten einerseits die Anlagen zur Schlammbehandlung, das Betriebsareal und Teile des Betriebsgebäudes. Auch soll der Wirkungsgrad des Blockheizkraftwerks gesteigert und auf dem Dach des Betriebsgebäudes eine Solaranlage installiert werden. Geht alles nach Plan, ist die Etappe bis Ende 2013 abgeschlossen.

Biologische Reinigung folgt

Offen ist noch, welche Massnahmen man ergreifen will, um Mikroverunreinigungen wie Hormone oder Arzneimittel aus dem Abwasser herauszufiltern. Diese Arbeiten zur Verbesserung der biologischen Abwasserbehandlung, seit längerem von vielen Seiten gefordert, sollen gemäss Vorlage in einer vierten Etappe angegangen und bis ins Jahr 2015 abgeschlossen werden. Noch sei aber offen, welche Massnahmen es sein sollen.

Als Entscheidungsgrundlage seien «länger andauernde und zur Zeit noch laufende Versuche im Bereich der biologischen Reinigung» erforderlich. Die etappenweise, «rollende» Sanierung ermögliche, dass man auf technische Veränderungen oder aber auf sich abzeichnende gesetzliche Vorgaben «aktuell» reagieren könne.

Zusammenarbeit mit Morgental

Je nach Ausgangslage seien «Massnahmen gegen Mikroverunreinigungen mit dem Abwasserverband Morgental abzustimmen und gemeinsam umzusetzen», heisst es in der Vorlage weiter. Dort, bei der ARA Morgental in Steinach, sind Anlagen für biologische Abwasserbehandlung ebenfalls Thema.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.