APPLAUS: Männerchor geht fremd

500 Zuschauer verfolgten den Unterhaltungsabend «Skandal im Grandhotel» des Männerchors Waldkirch. Für einmal erhielt der Verein weibliche Verstärkung.

Manuela Bruhin
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Der Männerchor spielte vor vollen Reihen auf und erntete grossen Beifall. (Bild: Manuela Bruhin)

Der Männerchor spielte vor vollen Reihen auf und erntete grossen Beifall. (Bild: Manuela Bruhin)

«Freude am Leben» wollte man vermitteln. Mit Liedern wie «Tulpen aus Amsterdam» oder «Viva España» setzten die knapp 20 Mitglieder des Männerchors Waldkirch das Versprochene auf dem Flyer sogleich in die Tat um. Die rund 500 Zuschauer schaukelten, klatschten und summten die Lieder bereits von Beginn weg mit. Unter dem Titel «Skandal im Grandhotel» lud der Verein vergangenen Samstag zum traditionellen Unterhaltungsabend.

Durchführung stand auf der Kippe

Als Kulisse diente die Rezeption eines Hotels, im Mittelpunkt stand dabei der Portier und Oberkellner aus Wien, Karl Glaser. Mit witzigen und flachsigen Sprüchen wurden die Dialoge auf den musikalischen Ablauf abgestimmt. Musikalisch habe man(n) sich dem «Wein, Weib und Gesang» verschworen – und dies kam bei den Damen so gar nicht an. Für einmal wurde nämlich beim Männerchor mit Sopranistinnen auf weibliche Verstärkung gesetzt. In der Folge taten die Sänger alles, um die Damen wieder zu versöhnen. Schliesslich wollte man doch gemeinsam der Ge­selligkeit frönen. Als Überraschungsgast trat Schauspielerin und Sängerin Sylvia Luise Denk auf. Mit einem bunt gemischten Liederkatalog sowie den schauspielerischen Darbietungen wurde dem Publikum ein kurzweiliges und abwechslungsreiches Programm präsentiert. Dass das Gezeigte so gut bei den Zuschauern ankam, war wohl bei den Verantwortlichen Wasser auf die Mühlen. Schliesslich wurde im Vorfeld lange abgewogen, ob der Anlass in diesem Jahr überhaupt durchgeführt werden konnte. Am 17. Juni findet in Waldkirch der Fürstenländer Sängertag statt. Der Männerchor fungiert dabei als Organisator. «Der Erfolg des vergangenen Jahres gab für uns den Ausschlag, dass wir auch dieses Mal nicht auf den Unterhaltungsabend verzichten wollten», sagt Präsident Hans Koller. Die Zuschauer belohnten dies mit grossem Applaus und Zurufen.

Manuela Bruhin

redaktiongo@tagblatt.ch

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