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Appartements statt Studentenbude

Christina Weder
Im sanierten Haus am Mühlensteg 10 ist eine Herberge geplant. (Bild: Urs Bucher)

Im sanierten Haus am Mühlensteg 10 ist eine Herberge geplant. (Bild: Urs Bucher)

Umbau Der imposante Bau am Mühlensteg 10 (ehemals 8) hat eine Wandlung durchgemacht. Vor zwei Jahren war er heruntergekommen und verlassen. In den vergangenen Monaten ist das Haus, das wie das benachbarte Baulandgrundstück der Bolli Treuhand AG gehört, umfassend saniert worden.

Ein Ersatzneubau sei an dieser Lage nicht in Frage gekommen, sagt Geschäftsleitungsmitglied Marc Bähler. Der Bau gehört zum geschützten Ortsbild Mülenen. Er diente während der Zeit der Stickereiblüte als Bleicherei und Appretur, in der über Jahrzehnte Stickereien veredelt wurden.

Fast alle Studios und Wohnungen vermietet

Der Umbau war aufwendig. Als grösster Eingriff mussten Massnahmen getroffen werden, um die Statik zu verbessern. «Sonst wäre das Haus umgekippt.» Es gab ein neues Dach, neue Fenster und ein Hochwasserkonzept. Beim Umbau sind 33 neue Wohneinheiten entstanden – darunter zahlreiche Ein- und Zweizimmerstudios. Sie waren im vergangenen November bezugsbereit. Gemäss Bähler sind bis auf ein, zwei Wohnungen unterdessen alle vermietet. Die Nachfrage sei grösser gewesen als erwartet – allerdings nicht bei der ursprünglich angepeilten Zielgruppe. Im historischen Industriebau sollte eine Art Studentenwohnheim entstehen. Heute wohnt allerdings kein einziger Student im Haus. In erster Linie seien Geschäftsleute eingezogen. Sie bezahlen eine Miete ab 730 Franken.

Umnutzungsgesuch liegt auf

Für das ganze Erdgeschoss und das erste Obergeschoss hat die Bolli Treuhand AG zudem einen Hauptmieter gefunden. Christoph Läubli von der Vonlaub Gmbh hat beim städtischen Amt für Baubewilligungen ein Gesuch für eine Umnutzung als Beherbergungsbetrieb eingereicht. Weitere bauliche Massnahmen sind nicht vorgesehen. Unter dem Namen «TouchBed City Apartments St. Gallen» will er die möblierten Studios an Kurzaufenthalter weitervermieten. Er denkt zum Beispiel an MBA-Studenten, Businessleute oder an andere Gäste, die wochenweise in der Stadt bleiben. Es ist auch möglich, ein Zimmer für einzelne Nächte zu buchen. Die Angebote sind seit drei Wochen auf verschiedenen Buchungsplattformen aufgeschaltet. Die Nachfrage sei hoch, sagt Läubli.

Die möblierten Studios verfügen über eine kleine Küche, Dusche und WC. Beim Einchecken läuft gemäss Läubli alles weitgehend automatisiert ab. Die Gäste erhalten digitale Zugangsdaten, sie checken selbstständig ein. Eine Rezeption gibt es keine. «Es handelt sich nicht um einen Riesenbetrieb.»

Christina Weder

christina.weder@tagblatt.ch

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