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APFELKÖNIGIN: Noch acht Äpfel bis zur Wahl

Tiziana Castauro lebt in Rorschach. Dennoch hat sie es in den Schlussakt der diesjährigen Wahl zur Apfelkönigin geschafft.
Arcangelo Balsamo
Tiziana Castauro isst täglich mindestens einen Apfel. (Bild: Arcangelo Balsamo)

Tiziana Castauro isst täglich mindestens einen Apfel. (Bild: Arcangelo Balsamo)

Bisher hiessen sie beispielsweise Ausderau, Schönholzer, Schär oder Stocker. Die Rede ist von Thurgauer Apfelköniginnen. Bei der diesjährigen Wahl könnte es aber für einmal anders kommen. Unter den Nachnamen der sechs Finalistinnen sticht nämlich ein italienischer heraus: Castauro. Die 23-jährige Kandidatin wohnt ausserdem als einzige der verbliebenen Anwärterinnen auf die Krone nicht im Kanton Thurgau. «Seit dem 1. April – kein Witz – lebe ich mit meinem Freund in Rorschach. Er ist hier aufgewachsen», sagt die Thurgauerin. Gross geworden ist sie in Rickenbach bei Wil.

Während Tiziana Castauro in einen Apfel beisst, erzählt sie, dass sie täglich mindestens einen esse. «Ob in Scheiben geschnitten, ins Müsli geschnippelt oder als Ganzes, ich liebe Äpfel. Am liebsten mag ich die Sorten Jonagold und Gala», sprudelt es aus ihr. «Und fest und knackig müssen sie sein», fügt sie sogleich an. Mittlerweile wisse sie beim Anschauen, welche diese Kriterien erfüllen. Dennoch benötige sie viel Zeit, wenn sie im Laden oder auf dem Bauernhof Äpfel kaufe. «Ich suche die schönsten heraus. Schliesslich isst das Auge mit. Ausser man kauft Äpfel zum Kochen oder zum Backen, etwa für Omis Apfelfladen», sagt die schweizerisch-italienische Doppelbürgerin.

«Als Mädchen habe ich Apfelbäume bewundert»

Nicht nur ihre Verbundenheit zur Paradiesfrucht mache sie zu ei­-ner guten Repräsentantin des Obstkantons, bemerkt Castauro. «Noch heute geniesse ich es, durch den Thurgau zu fahren oder zu spazieren. Die Obstfelder, die Landschaft und die Natur erinnern mich jeweils an meine Kindheit. Als Mädchen habe ich Apfelbäume immer bewundert», sagt die gelernte kaufmännische Angestellte. Ausserdem bringe sie die nötige Einstellung mit fürs Amt: «Ich bin aufgestellt, habe eine positive Ausstrahlung und kann gut auf andere Personen zugehen.» Auf die Wahl aufmerksam wurde Castauro diesen Sommer. «Ich erhielt einen Flyer von der Thurgauer Kantonalbank; per E-Banking. Als ich ihn entdeck­-te, musste ich schmunzeln. Kurz darauf habe ich mich ohne grosse Hintergedanken beworben.» Dies bedeute jedoch nicht, dass sie den Fragebogen gedankenlos ausgefüllt habe, betont sie. «Wenn ich’s mache, dann richtig», so ihre Devise.

Wie ihre Chancen stehen, Apfelkönigin zu werden, könne sie nicht einschätzen, sagt Castauro. «Dass ich einen exotischeren Namen habe als die anderen Kandidatinnen und nicht mehr im Thurgau wohne, könnte für oder gegen mich sprechen.»

Eine Apfelkönigin mit dem Namen Castauro wäre wahrscheinlich schon speziell, sagt die junge Frau. «Es wäre aber eine Chance, um zu zeigen, dass der Thurgau weltoffen ist». Dass sie nicht mehr dort wohne, stelle für sie kein Problem dar. «Ich vergleiche das gerne mit den Thurgauer Äpfeln, die in der ganzen Schweiz verkauft werden. Gewissermassen repräsentieren sie ja auch den Kanton. Und wie ihre, liegen auch meine Wurzeln im Thurgau.»

Ob ihre Argumente die Jury überzeugen werden, wird sich am 21. Oktober an der Olma zeigen. Dann kommt es zur Wahl und Krönung der neuen Apfelkönigin. Diese wird für ein Jahr die Obstregion bei Veranstaltungen und in TV-Sendungen vertreten. Dass der Anlass heuer an der St. Galler Publikumsmesse über die Bühne geht, findet die Apfelfanatikerin «super».

Unterstützung erwünscht

Zwar könne das Publikum bei der Wahl nicht mitbestimmen, doch gegen einen Heimvorteil hätte sie nichts einzuwenden. «Es ist immer schön, wenn man angefeuert wird und spürt, dass Leute hinter einem stehen», so Castauro.

Bis die Entscheidung ansteht, wird es noch mindestens acht Äpfeln so ergehen, wie jenem, von dem am Ende des Gesprächs nichts mehr übrig ist. Kein Wunder, schliesslich gibt es nichts, was Castauro lieber isst. Und dies wird sich nicht ändern; Apfelkönigin-Titel hin oder her.

Arcangelo Balsamo

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