ANSCHLUSSLÖSUNG: Andwil gewinnt wohl bald Arbeitsplätze zurück

Im Firmenareal der Petroplast Vinora AG in Andwil könnte schon bald wieder gearbeitet werden. Es zeichne sich eine Lösung ab, heisst es.

Sebastian Schneider
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Bis Ende Juni wurde auf dem Firmenareal der Petroplast Vinora AG noch gearbeitet. (Bild: Urs Bucher)

Bis Ende Juni wurde auf dem Firmenareal der Petroplast Vinora AG noch gearbeitet. (Bild: Urs Bucher)

ANDWIL. Er lachte auf den Stockzähnen, als er auf das derzeit leerstehende Areal der Petroplast Vinora angesprochen wurde. Reto Mauchle, der sich für die CVP ums Gemeindepräsidium in Andwil bewirbt, liess am Tagblatt-Podium vergangenen Mittwoch die Katz aus dem Sack. «Ich bin gut vernetzt in Gossau», leitete er ein. Er wisse, dass sich für das leerstehende Firmenareal ein Lösung abzeichne, mehr dürfe er jetzt noch nicht sagen.

Der harte Franken «schockierte» auch Andwil

Natürlich ist das eine gute Meldung für die Gemeinde Andwil, die sich trotz ihrer ländlichen Lage nicht nur als Wohndorf behaupten will. Auf den grossen Arbeitgeber, Petroplast Vinora AG mit 140 Angestellten, war man stolz. Umso schmerzlicher war die Meldung Mitte Februar, dass die Firma «am Ende ihrer Kräfte» sei, wie das Tagblatt damals titelte. Die Petroplast Vinora AG hatte sich in einem schwierigen Markt lange noch halten können. Mit dem vielzitierten «Frankenschock» sei das Umfeld noch schwieriger geworden, hiess es seitens der Eigentümer. Petroplast Vinora gab als letzter aller grossen Schweizer Hersteller von Kunststoffverpackungen auf.

Welche Auswirkungen der Verlust der Arbeitsplätze für Andwil hat, konnte Gemeindepräsident Dominik Gemperli im Nachgang nicht abschätzen (Tagblatt vom 19. Februar). Klar aber machte man sich rasch Gedanken, was mit dem Areal passieren soll. Benno Schneider, Miteigentümer und Verwaltungsrat der Petroplast Vinora AG, sagte Ende Juni, er sei im Gespräch mit interessierten Käufern. Ihm wäre am liebsten, wenn produzierendes Gewerbe angesiedelt werden könnte, liess er sich im Tagblatt zitieren.

Verhandlungen sind tatsächlich im Gang

Benno Schneider kann auf Anfrage Reto Mauchles Aussage bestätigen. «Es finden tatsächlich Verhandlungen statt.» Im Detail wolle er sich jetzt aber nicht äussern, weil ja noch nichts unter Dach und Fach sei. Dass sich eine Lösung abzeichnet, davon hat auch Gemeindepräsident Dominik Gemperli Kenntnis. Man habe bezüglich Zukunft des Firmenareals mit den Eigentümern in Kontakt gestanden. Dass die Meldung über die Verhandlungen, welche «hoffentlich und so weit heute absehbar zu einem guten Ergebnis führen werden», bereits publik ist, findet Gemperli nicht ganz ideal. Schliesslich sei die Kommunikation in erster Linie Sache der Vertragsparteien.

Genauere Auskünfte werde man wohl erst in einigen Wochen erteilen können. Wer der Käufer ist, darüber kann also nur gerätselt werden. Die einzigen zwei Andeutungen bleiben: ein produzierender Betrieb in Gossau.