«Anonymes lese ich nicht»

«Gastgeber mit schlechten Manieren», 14.3.2011

Merken
Drucken
Teilen

«Gastgeber mit schlechten Manieren», 14.3.2011

Anonymes lese ich nicht, oder landet direkt im Papierkorb, wer konsequent diese Haltung vertritt, kennt Adda Adda nicht und möchte diese Kunstfigur gar nicht kennenlernen. Wer aber seine Texte liest, trotz oder wegen seiner Anonymität spielt mit. Aber welches Spiel? Ist es eine Komödie, , ein Einpersonenstück, eine dadaistische Schaubühne? Gibt es Spielregeln? Keine Formellen. Der rote Faden aber ist die Freiwilligkeit. Adda Adda wird nicht gezwungen, so zu schreiben, wie er schreibt, und die Leser werden nicht gezwungen, dies so zu lesen, wie er es präsentiert. Würde Adda Adda in dieser Form weiterschreiben, wenn sich ein ganzes Jahr lang keine Menschenseele an seinen Texten an- oder aufregen würde? Würden gewisse Menschen mit der Zeit seine «Rezepturen» vermissen? So lange aber das Spiel so ist wie es ist, und beide Seiten weiterspielen, so lange rollt die Kugel zwischen Roulette, Black Jack und Schwarzer Peter. Doch statt zu viel über den Schwarzen Peter nachzudenken, lese man lieber mal wieder den «Grünen Heinrich», der stammt übrigens nicht von Adda Adda, sondern von Gottfried Keller.

Raffaele F. Schacher

Seeheimstrasse 5, Goldach

Lieber Boden statt leerer Platz

«Neue Idee für Begegnungen», 18.3.2011

Wie dringend benötigen wir einen Begegnungsplatz? Wer, wie ich, regelmässig die Sportanlage benützt, wird bestätigen können, dass die Flächen rund um Sportlokale und -anlagen ausser bei Sportanlässen wenig genutzt werden. Es gibt aber schon lauschige Plätzchen, welche zum Verweilen einladen. Benötigen wir da tatsächlich solche Inseln bis wir uns begegnen können: Es soll hinterfragt werden ob dafür die letzten Reste wertvollen Bodens mit den selten gewordenen Hochstämmern und einem dazugehörenden Rinnsal geopfert werden müssen, um so ein Projekt zu realisieren.

Wäre es da nicht sinnvoller, in bestehende Anlagen zu investieren? Macht es Sinn, einen künstlichen Begegnungsplatz wortwörtlich aus dem Boden zu stampfen, welcher dann wohl auch nur von einzelnen ab und zu besucht wird? Es ist löblich, dass ein Teil der Kosten gesponsert wird – aber was ist mit dem Rest und den immer wiederkehrenden Folgekosten? Dürfen wir Steuerzahler dies wieder übernehmen, wenn auch ungewollt? Lasst uns dies alles hinterfragen und auch an unsere Nachkommen denken.

Regula Kleinstein,

St. Gallerstrasse 21, Goldach