Angestellte sollen länger arbeiten

ARBON. Die Stadt Arbon als Arbeitgeberin zieht mit anderen grösseren Gemeinden sowie dem Kanton gleich: Der Stadtrat beantragt dem Parlament, die wöchentliche Arbeitszeit der städtischen Angestellten von 41 auf 42 Stunden zu erhöhen. Das entspricht einem Anstieg von 2,44 Prozent.

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ARBON. Die Stadt Arbon als Arbeitgeberin zieht mit anderen grösseren Gemeinden sowie dem Kanton gleich: Der Stadtrat beantragt dem Parlament, die wöchentliche Arbeitszeit der städtischen Angestellten von 41 auf 42 Stunden zu erhöhen. Das entspricht einem Anstieg von 2,44 Prozent. Als «teilweise Kompensation» will der Stadtrat gleichzeitig mit der auf den 1. Januar 2017 geplanten Anpassung eine generelle Lohnerhöhung von 1,5 Prozent vornehmen – dies unabhängig von der Teuerung. Inklusive Sozialleistungen würde dies den Lohnetat um 150 000 Franken erhöhen.

Statt die Teuerung auszugleichen, hatte der Stadtrat im Juni 2000 mit den Sozialpartnern ausgehandelt, die Arbeitszeit um eine auf 41 Stunden zu reduzieren. Spargründe waren damals das Argument gewesen. Jetzt soll diese Stunde wieder aufgestockt werden. Damit würden die mehrfach von der Finanz- und Rechnungsprüfungskommission als hoch befundenen Überzeitguthaben reduziert und der finanziellen Situation der Stadt Rechnung getragen. In der öffentlichen Verwaltung ist die 42-Stunden-Woche die Regel. Weil die städtischen Angestellten trotz der Lohnerhöhung von 1,5 Prozent eine Einbusse hinnehmen müssten, sprechen sich Gewerkschaft und Arbeitnehmervertretung gegen die Arbeitszeiterhöhung aus und schlagen darum auch das 1,5-Prozent-Lohnangebot aus. (me)