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«Angenehme Gespräche als schöner Nebeneffekt»

Für den Fall, dass morgens, abends oder bei Taktlücken kein Postauto vom Bahnhof Häggenschwil-Winden ins Dorf oder umgekehrt fährt, hat die 1200-Seelen-Gemeinde vorgesorgt. Seit Ende August werden auf der Internetplattform «PubliRide» Fahrgemeinschaften organisiert.
Angelina Donati
Walter Schwizer Häggenschwiler und Regionenleiter Postauto Schweiz (Bild: PD)

Walter Schwizer Häggenschwiler und Regionenleiter Postauto Schweiz (Bild: PD)

Für den Fall, dass morgens, abends oder bei Taktlücken kein Postauto vom Bahnhof Häggenschwil-Winden ins Dorf oder umgekehrt fährt, hat die 1200-Seelen-Gemeinde vorgesorgt. Seit Ende August werden auf der Internetplattform «PubliRide» Fahrgemeinschaften organisiert. Walter Schwizer, der von Anfang an dabei war und gleichzeitig Leiter von Postauto Region Ostschweiz ist, ist begeistert. Das Ziel aber sei noch nicht erreicht.

Wie gross ist das Interesse der Häggenschwiler und Lömmenschwiler, dieses Angebot zu nutzen?

In den gut eineinhalb Monaten seit das Angebot besteht, haben sich bislang 56 Mitglieder auf der Plattform registriert. Es handelt sich sowohl um Fahrer als auch um Mitfahrer. Es sind praktisch alle Altersklassen vertreten – vom Schüler bis zum Pensionär. Sie alle wollen regelmässig oder nur für einzelne Fahrten zusammenspannen.

Sie selber bieten ja auch Fahrten an.

Ja genau. Letzthin musste ich zum Beispiel an eine Besprechung nach Bern. Auf der Plattform habe ich daher vermerkt, dass ich um 5.30 Uhr in der Früh vom Dorf zum Bahnhof Häggenschwil fahren werde. Ich wäre aber auch bereit gewesen, mitzufahren. Ein Zusammenschluss hat sich aber nicht ergeben – es war wohl zu früh am Morgen.

Dann geht es in erster Linie um die Strecke Dorf-Bahnhof und retour?

Bestimmt stösst dieser Abschnitt auf besonders grosse Nachfrage, da um gewisse Zeiten kein Postauto fährt. Dann bleibt einem nichts anderes übrig, als die 2,5 Kilometer zu Fuss zu gehen oder jemanden aus der Familie zu bitten, einen mit dem Auto abzuholen. Die Fahrgemeinschaft bringt die Personen zusammen, die ohnehin den gleichen Weg zur gleichen Zeit bestreiten. Es kann aber auch durchaus sein, dass jemand von Häggenschwil nach Genf fahren möchte und auf der Plattform fündig wird.

Ist es nicht schwierig, dass es genügend Treffer gibt?

Bis jetzt sind 260 Fahrten im Angebot. Wie viele effektiv zustande gekommen sind, weiss ich nicht. So oder so braucht es aber noch mehr Anbieter und Nachfrager, damit möglichst viele Fahrten klappen. Der Start ist auf jeden Fall geglückt. Das Echo ist äusserst positiv.

Wie wird auf das Angebot aufmerksam gemacht?

Um es bekannter zu machen, werben wir im «Häggenschwil Aktuell» mit Fahrten zur Olma nach St. Gallen. Derjenige, der sich als Fahrer anbietet, darf zwar nichts trinken, dafür aber seine Mitfahrer. Würden alle separat fahren, würde es allen verwehrt bleiben. Aber auch mit persönlichen Kontaktaufnahmen wollen wir aktiv für die Fahrgemeinschaften werben. Das Ziel ist nach wie vor, die Mitgliederzahl bis Ende Jahr auf 100 zu erhöhen.

Was ist der Hauptzweck?

In erster Linie geht es um die Erschliessung von Häggenschwil. Natürlich profitiert auch die Umwelt davon. Aus einer Not ist diese Lösung entstanden. Als schöner Nebeneffekt schliesst man neue Bekanntschaften und kommt zu angenehmen Unterhaltungen.

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