Angehrn und Dudler treten nicht an

Nach den Wahlen ist vor den Wahlen – auch in Steinach, wo es zu einem zweiten Wahlgang kommt. Sicher ist, dass Brigitte Angehrn-Löhrer (CVP) nicht mehr als Gemeinderätin kandidieren wird und Rainer Dudler (SVP) nicht mehr als GPK-Mitglied.

Marianne Bargagna
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STEINACH. Nach dem Wahlgang vom Sonntag sind in Steinach noch zwei Sitze zu besetzen, einer im Gemeinderat und einer in der Geschäftsprüfungskommission. Der zweite Wahlgang findet am 25. November statt. Dabei ist es sehr wohl möglich, dass es für beide Sitze wieder zu Kampfwahlen kommt.

CVP sucht Kandidaten

Grosse Verliererin der kommunalen Wahlen in Steinach ist die CVP. Sie reüssierte nicht mit ihrem Kandidaten für das Gemeindepräsidium, und ihre Gemeinderätin wurde nicht wiedergewählt. Im Rückblick auf die Wahlen stellt CVP-Präsident Urs Keller fest: «Wir haben mit Christian Ledergerber als Kandidaten für das Gemeindepräsidium alles auf eine Karte gesetzt. Und diese Karte hat nicht gestochen.» Das sei wohl zu einem Teil auf den Wahlkampf zurückzuführen. Ebenso das schlechte Abschneiden der bisherigen CVP-Gemeinderätin Brigitte Angehrn-Löhrer. Sie werde im zweiten Wahlgang nicht mehr antreten, sagt Urs Keller. Die CVP aber schon. Der Vorstand habe sich zum Ziel gesetzt, eine geeignete Kandidatin oder einen Kandidaten für den Gemeinderat zu finden. Das werde aber nicht einfach sein, sagt Keller. Und: «Wir werden auch alles daransetzen, jemanden für den noch vakanten Sitz in der GPK zu finden.»

SVP überlegt

Auch die SVP hat mit dem nicht mehr gewählten GPK-Mitglied Rainer Dudler ein Behördemitglied verloren. Und ihr Gemeinderatskandidat Andreas Bruderer verpasste das absolute Mehr um 35 Stimmen. SVP-Präsident Max Luterbacher sagt, dass sich Bruderer eine nochmalige Kandidatur überlege. Und dann sagt er auch, dass es im Gemeinderat «gute Leute» habe. Er selber habe Brändli zur Wahl gratuliert.

Mündige Bürger

Etwas zurücklehnen kann sich die FDP. Sie hat im ersten Wahlgang ihre Kandidierenden problemlos durchgebracht, Roland Brändli als Gemeindepräsidenten und Michael Aebisegger als neuen Gemeinderat. Verständlich, dass FDP-Präsident Diego Studerus sagt: «Wir sind mit dem Resultat zufrieden. Aber in dieser Deutlichkeit habe ich das nicht erwartet.» Dann fügt er noch an: «Mein erster Gedanke nach Bekanntgabe der Resultate war: Steinach hat mündige Bürger, die nachdenken, bevor sie den Stimmzettel einwerfen.» Mit Blick auf den zweiten Wahlgang sagt er, dass sich der Vorstand darüber bestimmt Gedanken machen werde.

Neue kommen wieder

Andreas Graf, Präsident der Grünen und GPK-Kandidat, erzielte mit 473 Stimmen eine Stimme weniger als das bisherige Mitglied Rainer Dudler. Graf ist mit seinem Resultat zufrieden. Und: «Ja, ich werde am zweiten Wahlgang als GPK-Kandidat teilnehmen.»

Ähnliches sagt Andreas Mueller, der als Grünliberaler für den Gemeinderat kandidiert hat. 505 Stimmen hat er erreicht. Mueller, der erst seit April in Steinach wohnt, ist zufrieden mit seinem Ergebnis, wenn auch etwas enttäuscht, dass er nicht gewählt wurde. Er gibt noch nicht auf und wird es im zweiten Wahlgang nochmals versuchen.