Andwil will keine Fusion mit Gossau

GOSSAU/ANDWIL. Die St.Galler Gemeinde Andwil spricht sich überraschend gegen eine Fusion mit der Nachbargemeinde Gossau aus. Die Nachteile überwiegen, argumentiert der Gemeinderat. Als nächstes befasst sich das Stadtparlament von Gossau mit dem Vereinigungsprojekt.

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Der Gemeinderat von Andwil empfiehlt, das Projekt abzulehnen. Die geringe räumliche Nähe zur Verwaltung und die direkte Einflussnahme der Bürgerschaft an der Bürgerversammlung sprächen gegen eine Vereinigung, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Auch die finanziellen Anreize fehlten. Zudem könne Andwil seine Zukunft eigenverantwortlich und selbständig bewältigen.

Anders die Zeichen aus Gossau: Für den Stadtrat Gossau spricht die markant schlankere Behörden− und Verwaltungsorganisation für die Vereinigung der Gemeinden. Das jährliche Sparpotential liege bei rund 790'000 Franken.

Im vergangenen Jahr haben der Gemeinderat Andwil, der Stadtrat Gossau und der Schulrat Andwil-Arnegg vertieft geprüft, welche Vor- und Nachteile die Vereinigung der beiden Politischen Gemeinden mit gleichzeitiger Inkorporation der Schulgemeinde hätte.

Die Kantonsregierung hat im Juni mitgeteilt, dass die neue Gemeinde grosses Potenzial für langfristig erfolgreiche Entwicklungen aufweise, weshalb der Kanton das Vereinigungsvorhaben mit 8,3 Millionen Franken fördern würde.

Die Abstimmung in den drei Gemeinden findet am 28. Februar 2016 statt. Dabei entscheiden die Stimmbürger der Politischen Gemeinden über den Vereinigungsbeschluss, diejenigen der Schulgemeinde über die Inkorporationsvereinbarung. Diese komme allerdings nur zum Tragen, wenn die Vereinigung in beiden Gemeinden eine Mehrheit findet, wie es weiter heisst. (sda)