ANDWIL: Sanierung muss warten

Der Mittelstufentrakt C im Ebnet-Schulhaus in Andwil kann erst in zwei Jahren erneuert werden. An der Bürgerversammlung informierte der Schulrat darüber. Fragen blieben aus.

Angelina Donati
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Zu wenig Zeit und zu teuer: Die Sanierung des Mittelstufentrakts C im Ebnet-Schulhaus in Andwil wird erneut verschoben. (Bild: Urs Jaudas)

Zu wenig Zeit und zu teuer: Die Sanierung des Mittelstufentrakts C im Ebnet-Schulhaus in Andwil wird erneut verschoben. (Bild: Urs Jaudas)

ANDWIL. Die Information der Schulgemeinde Andwil-Arnegg dürfte die Stimmbürger an der Schulbürgerversammlung überrascht haben: Mit der Sanierung des Mittelstufentrakts C im Ebnet-Schulhaus in Andwil könne erst in zwei Jahre begonnen werden, erläuterte Emanuel Kummer, der Schulratspräsident der Schulgemeinde Andwil-Arnegg, am Montagabend im Ebnet-Saal.

«Lindenberg» ist besetzt

Bereits seit Jahren wird die Sanierung verschoben, auch aus Zeitgründen. Im vergangenen Herbst kündigte der Schulrat an, das Projekt voranzutreiben. Und das unabhängig einer allfälligen Vereinigung mit Gossau. Geplant war, mit dem Bau im Herbst 2016 zu beginnen und die entsprechenden Klassen im Schulhaus Lindenberg in Gossau einzuquartieren. Ende Juni 2017 hätte im neuen Trakt C wieder unterrichtet werden sollen. Der Schulrat geriet aber in Zeitnot, wie Kummer sagt. Ausserdem zeichnete sich ab, dass der Kredit von 195 000 Franken bei weitem überschritten werden müsse. «Am Ostermontag fand eine Krisensitzung statt.» Mit dem Ergebnis, die Sanierung erneut zu verschieben. Allerdings nicht um ein Jahr, sondern um zwei Jahre. Emanuel Kummer begründet: «Im Schuljahr 2017/18 wird das Lindenberg-Schulhaus durch die Schule Gossau benützt. Erst im darauffolgenden Jahr ist es wieder frei.» Andere Varianten, etwa Container aufzustellen, seien schlicht zu teuer.

Über neuen Kredit abstimmen

Dennoch sei die Sanierung des Trakts C unumgänglich, betont der Schulratspräsident. «Bei starkem Regen fliesst Wasser durch die Fensterrahmen hinein. In den Sommermonaten heizen sich ausserdem die Räume stark auf, im Winter hingegen ist es wiederum viel zu kalt.» Die Projektierung solle nun in Ruhe angegangen werden, so dass über einen neuen Baukredit im November an der Urne abgestimmt werden könne.

Bürger hatten keine Fragen

Fragen der 200 Personen, die sich am Montag an den Bürgerversammlungen der Schulgemeinde Andwil-Arnegg, der Katholischen Kirchgemeinde Andwil-Arnegg sowie der Politischen Gemeinde Andwil eingefunden hatten, blieben aus. Weder die Information der Schule noch anstehende Projekte der Gemeinde gaben Anstoss für Diskussionen. Lediglich ein Votant nutzte die Gunst der Stunde und rührte die Werbetrommel für die Wasserkorporation Andwil-Arnegg, wo aktuell das Präsidium neu besetzt werden müsse. Für seinen Mut gab es einen kräftigen Applaus und lachende Gesichter.

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