ANDWIL: Kummer geht mit gutem Gefühl

Der abtretende Präsident der Schulgemeinde Andwil-Arnegg, Emanuel Kummer, gibt sein Amt zufrieden weiter. Nun habe er mehr Zeit für seine Hobbys, in Pension will der 66-Jährige aber noch nicht.

Sebastian Schneider
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Emanuel Kummer vor dem Schulhaus Ebnet. (Bild: Sebastian Schneider)

Emanuel Kummer vor dem Schulhaus Ebnet. (Bild: Sebastian Schneider)

Ungewohnt still und unlebendig ist es im Schulhaus Ebnet in Andwil. Keine schreienden Kinder, keine mahnenden Lehrer. Nur der Schulpräsident läuft sinnierend durch die Gänge. «Ich habe es einfach gerne gemacht», sagt Emanuel Kummer, der nach 14 Jahren sein Amt als Präsident der Schulgemeinde Andwil-Arnegg niederlegt. Formal ist alles erledigt. Auch Nachfolger Christoph Meier ist im Bild über die Organisation der Schulgemeinde und über die aktuellen Geschäfte. «Wir haben uns mehrere Male getroffen», sagt Kummer. Nur den Schlüssel müsse er noch übergeben. Ist das erledigt, beginnt definitiv die Pension – wobei der 66-jährige Kummer Teilzeitpensionär sein wird.

Bücher lesen und Kunden betreuen

Das Amt führte Kummer in einem 30-Prozent-Pensum aus, daneben war und ist er selbstständiger Organisationsberater. Aufträge fürs nächste Jahr seien bereits da. Einen Grund, sofort und vollständig aus dem Erwerbsleben auszusteigen, sieht der gelernte Elektronikingenieur nicht. Aber etwas mehr Zeit für Verwandte, Bekannte und Hobbys zu haben, schade natürlich nicht. «Ich freue mich auch, einfach einmal ein Buch zu lesen, wenn die anderen zur Arbeit müssen», sagt Kummer. Er sei dankbar für einen Übergang, bei dem er noch selber bestimmen könne, wie viel oder wie lange er arbeite.

Geordneter Übergang möglich

Doch auch Kummer geht mit einem weinenden Auge. Vor allem die Begegnungen mit den Lehrerinnen und Lehrern vermisse er. Und auch die Aufgabe selber, die ihn jeden Tag beschäftigt hat. Im Schulbetrieb sei er richtig eingebunden gewesen. «Was bei meinen Kunden natürlich nicht der Fall ist.» Mandate kommen und gehen, die Schule, die Lehrerinnen und Lehrer, der Schulrat und die Kommissionen sind aber während der ganzen Amtszeit geblieben.

Denkt Emanuel Kummer an die Schule Andwil-Arnegg, ist er zufrieden: «Die Schule steht insgesamt gut da», konstatiert er. Vor allem sei es für den neuen Schulrat ein guter Start. Das Geld für die Renovierung des Trakts C sei ja Ende November von den Schulbürgern gesprochen worden. Und dennoch bleibe dem fast komplett neubesetzten Schulrat genügend Zeit für die Einarbeitung. Geplanter Baustart im Trakt C ist erst im Herbst 2018. Hätte man schon früher mit der Renovation begonnen, hätte Kummer seinem Nachfolger eine Baustelle übergeben müssen. So sei die jetzige Situation gar nicht einmal so schlecht. Und auch die verlorene Fusionsabstimmung versetzt Kummer nicht in Katerstimmung: «Immerhin geniesst die Schule weiterhin viel Autonomie.»

Sebastian Schneider

sebastian.schneider@tagblatt.ch