Anderen Standort in der Lachen suchen

Quartier kämpft für Wiese Ausgabe vom 17. Januar 2015

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Nach den Überbauungen am Birnbäumenhang, am Dreilindenhang und beim Rosenbüchel unter dem Menzlenwald soll nun auf der Sömmerliwiese ein Neubau für die durchaus notwendige Tagesbetreuung von Kindern zweier Schulhäuser gebaut werden. 391 von 394 Bewohnerinnen und Bewohnern des Lachen-Quartiers, die an einer Umfrage teilgenommen haben, sind gegen den Bau an diesem Ort. Ein klarer Auftrag an den Stadtrat, andere Möglichkeiten zu finden. Ein eingezonter grüner Fleck ist kein Auftrag, diesen zu bebauen! Und in einer Demokratie sollten die Wünsche der Bevölkerung berücksichtigt werden.

Das Lachen-Quartier hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt: mehr Lebensqualität und ein gutes Miteinander von Menschen verschiedenster Herkunft. Diese Qualität soll erhalten bleiben. Die Sömmerliwiese ist eine freie Spielfläche für Kinder und Jugendliche und ein beliebter Treffpunkt für Erwachsene. Im dicht bebauten Lachen-Quartier ist die Sömmerliwiese für viele Kinder die einzige noch erhaltene Freifläche.

Nicht umsonst steht im Leitbild der Stadt, dass die Qualität des städtischen Lebensraums zu verbessern und langfristig zu sichern sei. Dadurch sollen – laut Leitbild – die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen erhalten werden. Der Stadtrat hat in seinen Legislaturzielen 2013 bis 2016 den Naturräumen für die Lebensqualität der Stadt Bedeutung zuerkannt. Jetzt geht es darum, das Versprechen einzuhalten. Zu viele Grünräume sind schon verschwunden. Der Stadtrat tut gut daran, einen anderen Standort für den Neubau zu suchen.

Pia Hollenstein

Alt Nationalrätin Grüne

Axensteinstr. 27, 9000 St. Gallen

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