An sich selbst gescheitert

Die Frauen von Waldkirch-St. Gallen starten nicht wie gewünscht ins neue Jahr. Gegen den UHC Zugerland verlieren die NLB-Unihockeyspielerinnen zu Hause mit 3:4.

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Waldkirchs zweifache Torschützin, Natalie Brägger (links), kämpft gegen Gabriela Binkert von Zugerland um den Ball. (Bild: Michel Canonica)

Waldkirchs zweifache Torschützin, Natalie Brägger (links), kämpft gegen Gabriela Binkert von Zugerland um den Ball. (Bild: Michel Canonica)

UNIHOCKEY. 3:4, eine Niederlage, keine Punkte: Für die Frauen von Waldkirch-St. Gallen eine harte Tatsache, die es nach dem Heimspiel gegen Zugerland zu verdauen galt. «Wir haben blöde Tore erhalten und uns im Gegensatz dazu vorne sehr schwer getan, den Ball ins Netz zu kriegen», bilanzierte die zweifache Torschützin Natalie Brägger nach dem Spiel. Das erste dieser «blöden Tore» kassierte Waldkirch-St. Gallen bereits in der ersten Minute. Ein eigentlich ungefährlicher Weitschuss von Natascha Hansen fand den Weg ins Netz. Mit dem von Brägger erzielten Ausgleich nach einem Freistoss in der sechsten Minute schien der Fehlstart dann allerdings ausgebügelt.

Doch obwohl die St. Gallerinnen in der Folge mehr Ballbesitz hatten und sich einige hochkarätige Chancen erarbeiteten, blieb Zugerland gefährlich. Dies auch deshalb, weil das Heimteam in der Defensive nicht mit letzter Konsequenz verteidigte. In der 13. Minute kassierten die St. Gallerinnen eine 2-Minuten-Strafe. Zugerland konnte diese zur erneuten Führung nutzen.

Unkonzentriertheit bestraft

Wer gehofft hatte, Waldkirch-St. Gallen würde nun aktiver aus der Garderobe kommen als noch im ersten Drittel, wurde enttäuscht. Wieder lag der Ball bereits nach einer gespielten Minute im Tor des Heimteams. Bei einem Freistoss, der vom Schiedsrichter zweimal verschoben wurde, waren die St. Gallerinnen zu wenig wachsam. Die folgenden Minuten glichen dem ersten Spielabschnitt: Waldkirch-St. Gallen war das spielbestimmende Team, agierte aber in der Offensive oft zu ungeduldig und ermöglichte Zugerland so gefährliche Konter. Einen solchen verwerteten die Innerschweizerinnen in der 30. Minute zum 4:1. Der Treffer zum 2:4 in der 36. Minute, wieder erzielt durch Brägger nach einem Freistoss, brachte die Spannung schliesslich zurück ins Spiel.

Aufholjagd gelingt nicht

Das letzte Drittel machte phasenweise den Anschein eines Dauer-Powerplays von Waldkirch-St. Gallen. Die St. Gallerinnen hatten endlich die Geduld, den Ball laufen zu lassen und brachten so die Innerschweizerinnen arg an ihre Grenzen. Torhüterin Sandra Heldstab stand unter Dauerbeschuss und man erkannte bei den Gästen die aufkommende Müdigkeit. In der 50. Minute erzielte Daniela Meier den hochverdienten Anschlusstreffer für das Heimteam.

Dieser brachte komischerweise aber keinen weiteren Aufwind für das Heimteam, eher für Zugerland. Bei den Ostschweizerinnen, deren Aufholjagd Substanz gekostet hatte, schlichen sich nämlich wieder die alten Fehler ein: Zu viele unnötige Fehlpässe in der Offensive.

Auch nach dem Auswechseln der Torhüterin durch eine sechste Feldspielerin gelang es Waldkirch-St. Gallen nicht, ein ruhiges und druckvolles Spiel in der gegnerischen Hälfte aufzuziehen. So brachte Zugerland den Vorsprung ruhig über die Zeit und fügte dem Heimteam zum Start ins Jahr eine schmerzliche Niederlage zu.

Nach dem punktelosen Wochenende steht Waldkirch-St. Gallen zwar noch immer an fünfter Stelle in der Tabelle, die Teams sind aber wieder näher zusammengerückt. So beträgt der Vorsprung der Ostschweizerinnen auf den sechstplazierten UHC Zugerland momentan nur noch drei Punkte. (nb.)