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«An Heiligabend litt niemand mehr am Norovirus»

Nachgefragt

Im Wohn- und Pflegezentrum Wiborada in Bernhardzell war vor den Festtagen der Norovirus ausgebrochen. Die Bewohnerinnen und Bewohner mussten unter Quarantäne gestellt werden (Tagblatt vom 23. Dezember). Die geplante grosse Weihnachtsfeier fiel ins Wasser. Thomas Günter, Geschäftsführer des Altersheims Wiborada, ist froh darüber, dass es in dieser schwierigen Zeit keine Todesfälle gab – und dass man Weihnachten trotz Norovirus retten konnte.

Herr Günter, die Bewohner des Altersheims Wiborada verbrachten einen Teil der Festtage wegen des Norovirus’ unter Quarantäne. Ist der Virus mittlerweile ausgestanden? Ja, der Norovirus ist überstanden. Bereits an Heiligabend konnten wir das Zentrum wieder öffnen. Zum Glück. Somit mussten die Bewohner Weihnachten nicht isoliert verbringen.

Waren also alle Bewohnerinnen und Bewohner an Weihnachten wieder gesund?

In der Woche vor Weihnachten gab es die letzten Neuerkrankungen. Am 24. Dezember aber litt niemand mehr am Norovirus. Somit musste auch niemand mehr isoliert werden und wir konnten eine Weihnachtsfeier abhalten.

Sie konnten also ganz normal Weihnachten feiern?

Das nicht. Wir wollten am 18. Dezember wie gewohnt eine grosse Weihnachtsfeier zusammen mit den Angehörigen der Bewohner durchführen. An dieser Feier erwarten wir jeweils zwischen 140 und 150 Leute. Dieses Jahr mussten wir sie absagen. Dafür konnten wir am 25. Dezember intern feiern. Auch konnten die Bewohner bereits wieder von den Angehörigen abgeholt werden, um Weihnachten bei ihnen zu Hause zu verbringen. Zur Sicherheit haben wir ihnen Desinfektionsmittel mitgegeben.

Wie viele Bewohner waren vom Norovirus betroffen?

Es waren gut 50 am Norovirus erkrankt. Also fast alle unserer 60 Bewohnerinnen und Bewohner. Der Käfer hat richtig gewütet. Wir sind froh, dass diese Situation ausgestanden ist. Und natürlich sind wir auch froh, dass es keine Todesfälle gegeben hat. Der Norovirus ist für betagte Menschen nicht ungefährlich.

Waren auch Mitarbeitende erkrankt?

Ja, allerdings waren die Mitarbeiter weniger stark betroffen als die Bewohner. Von 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben etwa 15 Symptome gezeigt. Erkrankt waren Leute aus allen Abteilungen – von der Pflege bis zur Küche. Bei einigen ist der Virus nicht ausgebrochen, dafür haben sie ihn mit nach Hause getragen und ihre Familien angesteckt. Der Norovirus war hier wirklich breit gestreut.

Will man sich in Zukunft im Altersheim besser auf den Norovirus vorbereiten?

Nein. Wir hatten bereits ein Notfallkonzept. Und dieses hat funktioniert. Es haben sich sogar andere Heime bei uns erkundigt, wie genau wir das Problem gehandhabt haben, wie wir zum Beispiel mit der vielen Wäsche, die angefallen ist, umgegangen sind. Dass der Norovirus in einem Altersheim auftritt, kann man nicht verhindern. Der Virus kann immer irgendwie eingeschleppt werden. Wir hatten über zehn Jahre lang Glück und sind verschont geblieben. Dieses Jahr hatten wir halt einmal Pech. (al)

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