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AMPHIBIENRETTUNG: Jetzt haben die Frösche auch in St.Gallen wieder Vortritt

Die Temperaturen werden milder. Damit erwachen Frösche, Kröten und Molche aus der Winterstarre. Und bald ziehen sie zu Tausenden zu ihren Laichweihern. Ab diesem Wochenende ist in der Stadt St.Gallen die St.Georgen-Strasse beim Wenigerweier zwischen Einnachten und Morgengrauen gesperrt. Dies, weil die Fachleute davon ausgehen, dass die diesjährige Amphibienwanderung losgehen könnte.
Eine Erdkröte überquert beim Bildweier in St.Gallen-Winkeln die Strasse. Jeden Frühling sterben Hunderte der Tiere auf ihrer Laichwanderung den Strassentod. Das versuchen in der ganzen Ostschweiz Naturschutzorganisationen mit Rettungsaktionen an viel befahrenen Strassen zu verhindern. (Bild: Hanspeter Schiess)

Eine Erdkröte überquert beim Bildweier in St.Gallen-Winkeln die Strasse. Jeden Frühling sterben Hunderte der Tiere auf ihrer Laichwanderung den Strassentod. Das versuchen in der ganzen Ostschweiz Naturschutzorganisationen mit Rettungsaktionen an viel befahrenen Strassen zu verhindern. (Bild: Hanspeter Schiess)

Die Schranke der Absperranlage steht oben am Weiher bei der Einmündung der St.Georgen- in die Speicherstrasse. Unten am Weiher ist die Strasse ab dem Haus St.Georgen-Strasse 241 gesperrt. Das Fahrverbot auf diesem Strassenabschnitt gilt täglich von 18 bis 7 Uhr. Tagsüber ist die Geschwindigkeit entlang dem Weiher während der Amphibienwanderung auf Tempo 30 beschränkt. Das Fahrverbot soll verhindern, dass die unzähligen Grasfrösche, Erdkröten und Molche, die von den Hügeln um den Kapf her zum Weiher ziehen, unter die Räder kommen.

Erste grössere Wanderung am Sonntagabend?

Höchste Alarmstufe herrscht bei Helferinnen und Helfern, die den Hüpfern über viel befahrene Strassen helfen, vor allem am Sonntag: Zu milden Temperaturen dürfte genau beim Einnachten Regen kommen, was den Wandertrieb von Grasfröschen, Erdkröten und Molchen so richtig auf Touren bringen könnte.

Auf Stadtgebiet sind Helferinnen und Helfer des Naturschutzvereins Stadt St.Gallen und Umgebung (NVS) auch diesen Frühling am Bildweier, an der Verzweigung Ober- und Ahornstrasse sowie an der Kesselhalden­strasse beim Ostfriedhof unterwegs. Dazu kommt in Abtwil eine Rettungsaktion am Sonnenberg.

Die Amphibienwanderung von Fröschen, Kröten und Molchen dient der Arterhaltung. Sobald die Tiere aus der Winterstarre erwachen, haben sie instinktiv den Drang, zum nächsten Weiher zu wandern. Dabei legen sie teilweise erhebliche Distanzen zurück. Aus dem Laich, den sie im Wasser ablegen, schlüpft dann die nächste Amphibiengeneration.

www.nvs-sg.ch

Ein Erdkröten-Weibchen unterwegs zum Bildweier in St.Gallen-Winkeln. (Bild: Hanspeter Schiess)

Ein Erdkröten-Weibchen unterwegs zum Bildweier in St.Gallen-Winkeln. (Bild: Hanspeter Schiess)

Eine Erdkröte wird auf Händen getragen - nämlich sicher über die Hauptstrasse zum Bildweier. (Bild: Hanspeter Schiess)

Eine Erdkröte wird auf Händen getragen - nämlich sicher über die Hauptstrasse zum Bildweier. (Bild: Hanspeter Schiess)

Zwei Grasfrösche auf dem Weg zum Bildweier. Das dunkle Männchen, das in diesem Fall gleich gross wie das hellere Weibchen ist, lässt sich dabei Huckepack tragen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Zwei Grasfrösche auf dem Weg zum Bildweier. Das dunkle Männchen, das in diesem Fall gleich gross wie das hellere Weibchen ist, lässt sich dabei Huckepack tragen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Ein Grasfrosch versucht aus dem Transportkübel eines Amphibienretters auszubrechen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Ein Grasfrosch versucht aus dem Transportkübel eines Amphibienretters auszubrechen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Ein Bergmolch auf der Hand einer Amphibienretterin. Von anderen Molcharten unterscheidet er sich durch den während der Laichzeit auffällig leuchtend orangen bis roten Bauch. (Bild: Reto Martin)

Ein Bergmolch auf der Hand einer Amphibienretterin. Von anderen Molcharten unterscheidet er sich durch den während der Laichzeit auffällig leuchtend orangen bis roten Bauch. (Bild: Reto Martin)

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