Am Bodensee besonders sonnig

Der August brachte auch im dritten Sommermonat deutlich zu warme Temperaturen und sehr viel Sonnenschein. Besonders der Bodensee profitierte von einer überdurchschnittlichen Sonnenscheindauer.

Andreas Walker
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Der August reihte sich nahtlos an die zwei vorherigen Sommermonate; das Bild zeigt die Morgenstimmung über dem Bodensee am 30. August. (Bild: Andreas Walker)

Der August reihte sich nahtlos an die zwei vorherigen Sommermonate; das Bild zeigt die Morgenstimmung über dem Bodensee am 30. August. (Bild: Andreas Walker)

REGION AM SEE. Nach Juni und Juli brachte auch der August hochsommerliche Wärme und sehr viel Sonne. Allerdings startete der Monat vorerst kühl und nass. Vom 3. bis 8. August dominierten jedoch wieder sonnige und hochsommerliche Verhältnisse. Dabei lagen die Tagesmittel-Temperaturen meist 2 bis 4 Grad, in den Bergen sogar 4 bis 5 Grad über der Norm 1981 bis 2010. Vom 6. bis am 8. August wurde es sehr heiss, und die Tagesmittel-Temperaturen bewegten sich auf der Alpennordseite und in den Alpen 6 bis 9 Grad über dem langjährigen Mittel. Dabei erreichten die Tageshöchstwerte auch in der Region Rorschach verbreitet zwischen 32 und 36 Grad.

Feuchtwarme Luft aus Südosten sorgte vom 9. bis 11. August für Schauer und Gewitter. Während eines ungewöhnlich kräftigen Gewitters in der Nacht vom 9. auf den 10. August fielen am Messstandort St. Gallen innerhalb von zwei Stunden 64 Liter pro Quadratmeter bzw. innerhalb von drei Stunden 78 Liter pro Quadratmeter Regen.

Hitzewelle durch Subtropenluft

Vom 11. August an floss aus Südwesten subtropische Luft in unser Land. Damit lagen die Tagesmittel-Temperaturen verbreitet 5 bis 6 Grad, lokal sogar 6 bis 7 Grad über der Norm. Dabei stiegen die Tageshöchstwerte auf der Alpennordseite auf über 34 Grad. In dieser schwülheissen Luftmasse entstanden am 13. und 14. August Gewitter mit kräftigen Sturmböen von 80 bis 100 km/h. Am 15. und 16. August zog eine Niederschlagszone über unser Land. Dahinter folgte kühle Meeresluft aus Nordwesten. Damit lagen die Tagesmittel-Temperaturen bis am 20. August verbreitet 2 bis 4 Grad unter der Norm und die Tageshöchstwerte erreichten auf der Alpennordseite nur noch 18 bis 22 Grad. Während dieser Zeit war das Wetter trüb und oft von Schauern begleitet. Nach zwei sonnigen Hochdrucktagen mit Tagesmaximum-Temperaturen von 24 bis 28 Grad beidseits der Alpen wurde unser Land am 23. und 24. August von einer Tiefdruckzone überquert. Danach wurde das Wetter wieder schön und heiss. Zum Ende des Monats stiegen die Temperaturen noch einmal auf über 30 Grad an. Damit klang der meteorologische Sommer fulminant aus.

Extrem heiss und zu trocken

Nach den beiden sehr warmen Sommermonaten Juni und Juli brachte auch der August sehr viel Wärme. Nach Angaben von MeteoSchweiz war er über die ganze Schweiz gemittelt 1,8 Grad zu warm. Am Bodensee betrug die Augusttemperatur 20,1 Grad und lag damit genau 2 Grad über der Norm.

Nördlich der Alpen war der August an den meisten Orten zu trocken. Allerdings gab es lokal heftige Gewitter, die für überdurchschnittliche Niederschläge sorgten. Der August brachte am Bodensee 89 Liter pro Quadratmeter Regen, was 92% des Durchschnitts entspricht.

An den meisten Orten schien die Sonne mehr als sonst. Vor allem am Bodensee war es besonders sonnig. Mit satten 269 Sonnenstunden wurden 121% des langjährigen Mittels erreicht. Der heisse August führte dazu, dass der Sommer 2015 nach dem Sommer 2003 als zweitwärmster in der 152jährigen Messreihe in die Annalen einging. Er war im Vergleich zur Norm 2,4 Grad zu warm.