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Altstadt wird zur Begegnungszone

Die ganze St. Galler Altstadt wird schon bald zur Begegnungszone. In der ersten Jahreshälfte ist die Einführung in der mittleren Altstadt geplant, im zweiten Halbjahr in der nördlichen. Ausgenommen davon sind vorerst Marktplatz und Bohl.
David Gadze
Keine Trennung von Strassen- und Fussgängerbereich: Die südliche Altstadt ist seit 2013 eine Begegnungszone. Jetzt folgt der Rest der Altstadt. (Bild: Hanspeter Schiess)

Keine Trennung von Strassen- und Fussgängerbereich: Die südliche Altstadt ist seit 2013 eine Begegnungszone. Jetzt folgt der Rest der Altstadt. (Bild: Hanspeter Schiess)

Die St. Galler Altstadt präsentiert sich in einigen Jahren in neuem Glanz: Bis 2024 werden etappenweise die Gassen der mittleren und nördlichen Altstadt neu gestaltet. Dieses Jahr erhalten Goliathgasse, Neugasse, Spisergasse und Hinterlauben eine neue Pflästerung. Und ebenfalls noch in diesem Jahr will die Stadt das fortsetzen, was 2013 in der südlichen Altstadt dank deren Neugestaltung begonnen hat: Die ganze Altstadt soll zur Begegnungszone werden.

Einheitliche Verkehrsregelung

«Ziel ist es, dass schliesslich in der gesamten Altstadt eine einheitliche Verkehrsorganisation gilt», sagt Stadtrat Nino Cozzio. Diese soll auch einheitliche Zufahrtszeiten umfassen. Vorgesehen sind die gleichen Regelungen wie im zweiten Marktplatz-Projekt, das im vergangenen Jahr vom Stimmvolk abgelehnt wurde. Die Gassen sollen für den motorisierten Individualverkehr, ausser dem Erschliessungsverkehr und der Zufahrt für Berechtigte und Taxis, gesperrt werden. Für Anlieferungen der Geschäfte würde eine Sperrzeit von 11.30 bis 6 Uhr gelten. «Diese Regelung soll bis zur Einführung der Begegnungszonen nochmals kritisch hinterfragt werden.»

«Damit wird der grösste Teil der Altstadt als Einheit erlebbar sein», sagt Cozzio. Heute gebe es auf engem Raum unterschiedliche Verkehrsorganisationen in der südlichen, mittleren und nördlichen Altstadt: Begegnungszone, «Generell 50», Fahrverbote sowie unterschiedlich ausgestaltete Sperrzeiten. Die Situation für alle Verkehrsteilnehmer und insbesondere für die Fussgänger sei deshalb «unübersichtlich und schwer verständlich». Handlungsbedarf bestehe zudem, weil mit den verschiedenen jeweils kleinräumigen Verkehrsorganisationen auch eine Vielzahl von Signalen und Markierungen verbunden sei.

Hauptachse ausgenommen

In der mittleren Altstadt sind für die Einführung der Begegnungszone gemäss Cozzio kaum bauliche Massnahmen notwendig und in der nördlichen Altstadt lediglich punktuelle Anpassungen sinnvoll. Die bauliche Gestaltung der Gassen soll das Tieftempo-Konzept der Begegnungszone unterstützen. Derzeit wird geklärt, welche baulichen Massnahmen notwendig sind. «Die entsprechenden Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss.»

Vorerst von der Begegnungszone ausgenommen bleibt die Achse Marktplatz–Bohl. «Dieser Bereich wird aufgrund seiner heutigen Gestaltung nicht als Begegnungszone wahrgenommen», sagt Cozzio. Die Schaffung einer solchen werde im Zusammenhang mit einem neuen Neugestaltungsprojekt für den Marktplatz angegangen.

Wann verschwinden Parkplätze?

Ungeklärt ist weiterhin, wann die 51 oberirdischen Parkplätze am Marktplatz und in den nördlich angrenzenden Gassen aufgehoben werden. Gegen die entsprechende Verfügung des Stadtrats von Ende 2013 sind 27 Rekurse eingegangen. Diese sind immer noch beim kantonalen Sicherheits- und Justizdepartement hängig. Sobald die Parkplatzaufhebungen rechtskräftig seien, wolle der Stadtrat über deren Vollzug beschliessen, «auch unter Berücksichtigung der beiden privaten Parkgaragen-Projekte». Dabei soll auch auf die Interessen des Gewerbes Rücksicht genommen werden, sagt Nino Cozzio. «Die Parkplatzaufhebung ist auch mit Blick auf die Marktplatz-Neugestaltung ein bedeutsamer Aspekt, kann aber bereits früher erfolgen.»

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