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Alterszentrum nimmt Formen an

Was lange währte, soll nun endlich gut werden: An der Hauptversammlung des Quartiervereins Riethüsli wurde über das Bauprojekt Alterszentrum informiert. Das Interesse war gross, diskutiert wurde vor allem über den Zugangsweg.
Sarah Schmalz
Das geplante Alterszentrum gegenüber der GBS. (Bild: Grafik: pd)

Das geplante Alterszentrum gegenüber der GBS. (Bild: Grafik: pd)

Es herrschte grosser Andrang vor dem Riethüsli-Treff am vergangenen Donnerstagabend. «Der Saal ist doch viel zu klein», schimpfte eine Quartierbewohnerin, die keinen Platz mehr fand und den Heimweg antreten musste. Grund für das riesige Interesse an der Versammlung war vor allem ein Thema: Das Alterszentrum gegenüber des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums (GBS), welches nun endlich zustande kommen soll.

Langgehegte Pläne

Es war ein langer Weg: Bereits 2008 setzte sich der Quartierverein mit einer Petition für ein eigenes Alters- und Pflegeheim ein. Die Stadt lehnte das Anliegen aufgrund mangelnden Bettenbedarfs aber ab.

Statt auf ein Heim setzte man auf betreutes Wohnen; doch auch dieses Projekt lief harzig an: Die Alters- und Wohngenossenschaft Logiscasa sprang als Investor überraschend ab. Die Stadt verlangte ausserdem die Prüfung eines alternativen Standortes an der Gerhardtstrasse, da die Wiese gegenüber der GBS eine Grünzone ist. Nachdem der Quartierverein bei diesem klare Nachteile nachweisen konnte – kritisiert wird vor allem der nicht rollstuhlgängige Zugang – stimmte das Parlament im Februar einer Umzonung der Wiese in eine Zone für öffentliche Bauten zu. Zugestimmt hat dem Projekt auch die Ortsbürgergemeinde, die das Grundstück im Baurecht zur Verfügung stellt.

Mit der Christlichsozialen Wohnbaugenossenschaft konnte bereits 2010 ein neuer Partner für das Projekt gewonnen werden. Die Genossenschaft setzt sich für günstigen städtischen Wohnraum ein. Mit 1500 bis 1800 Franken sollen auch die Alterswohnungen für weniger Begüterte erschwinglich bleiben. Möglich machen das Beiträge und Darlehen der öffentlichen Hand sowie Förderungsmittel des Bundes und von Privaten. Die Genossenschaft plant, das Bauprojekt noch in diesem Jahr einzureichen. 21 Zweieinhalbzimmerwohnungen und sechs Dreieinhalbzimmerwohnungen sind im dreischenkligen Haus geplant. «Ohne weitere Verzögerungen könnten sie schon 2017 bezugsbereit sein», sagte Projektleiter Fabian Koch im Riethüsli-Treff.

Kritik am Hauptzugang

Als erstes aber klärte er eine Grundsatzfrage: Das Alterszentrum beziehen können Senioren mit geringem Pflegebedarf, ab der Pflegestufe Besa 2 ist ein Umzug in ein Pflegeheim nötig. Die Pflegeleistung soll das Spitex Centrum Notker übernehmen, untergebracht im Erdgeschoss des vierstöckigen Gebäudes.

Das Modell des Architekten Beat Benz überzeugte die Riethüsler: Es passt sich gut in den Hang ein. Eine kleine Grenzverschiebung durch Landtausch ermöglichte eine Rückversetzung um zehn Meter; die Grünfläche zur Demutstrasse bleibt erhalten. Hier soll ein geschützter «Wirrgarten», ein abgeschlossener Bereich für Demenzkranke, entstehen. Ein weiterer Aussenbereich ist die Dachterrasse, auf dem Nebenflügel sind Sonnenkollektoren geplant. Kritisiert wurde von einigen Anwesenden, trotz rollstuhlgängigem Zugang an der Demutstrasse, der geplante Haupteingang auf der Seite der Neststrasse Die schmale und relativ steile Strasse sei denkbar ungünstig für ältere Menschen.

Gefordert wurde auch die Erhaltung der Passerelle zum Schulhaus (Kasten) sowie eine Verkehrsberuhigung der Kreuzung mit der Teufenerstrasse. Benz wies darauf hin, dass die verkehrstechnische Situation nicht Sache der Architekten sei. Das Parlament habe den Stadtrat aber damit beauftragt, parallel zum Bauprojekt den öffentlichen Raum im Riethüsli neu zu gestalten.

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