Alternativen zu Plastik ohne Erdöl existieren bereits

Das Recyceln von PET ist allerhöchstens ein Downcycling. Auf Erdöl basierende Kunststoffe können oft nur zur nächst dichteren Form verändert werden und dies etwa fünfmal. Am Ende dieses Zyklus entsteht ein Phenoplast. Dieses kann nicht verbrannt und nicht verformt werden.

Miriam Jones Stadtparlamentskandidatin Grüne Sonnrainweg 9, 9000 St. Gallen
Merken
Drucken
Teilen

Das Recyceln von PET ist allerhöchstens ein Downcycling. Auf Erdöl basierende Kunststoffe können oft nur zur nächst dichteren Form verändert werden und dies etwa fünfmal. Am Ende dieses Zyklus entsteht ein Phenoplast. Dieses kann nicht verbrannt und nicht verformt werden. Auch kann es nur bedingt in der Konstruktion verwendet werden. Wir werden zugemüllt mit Plastik. 95 Prozent aller unserer Haushaltsabfälle bestehen aus auf Erdöl basierten Verpackungen und Folien, welche in Kehrichtverbrennungsanlagen bei 3000 Grad verbrannt werden müssen. Übrig bleiben Giftgase und verkohlte Plastikreste. Zudem gelangen von PET-Flaschen während des Gebrauchs Giftstoffe wie Bisphenol-A und Mikroplastik bereits bei leicht erhöhter Raumtemperatur in den Inhalt.

Was die meisten nicht wissen: Es gibt eine Alternative. Neuartige, auf Milchsäure basierende Kunststoffe, welche ungiftig für den menschlichen Körper und biologisch abbaubar sind, existieren in Form Polylactide, kurz PLA, bereits. Wir als Konsumenten sollten darauf achten dass wir nur Produkte kaufen, welche mit PLA verpackt werden oder hergestellt sind. Nur durch hohe Nachfrage können neue Entwicklungen zum Endverbraucher gelangen, kann das Zumüllen mit auf Erdöl basierten Plastiksorten aufgehalten werden. Als Kandidatin fürs Stadtparlament will ich mich für biologisch abbaubaren Plastik stark machen. Der Umwelt und unserer Zukunft zuliebe.