ALTENRHEIN: Stadler zog viele Unternehmer an

Die Stadler Altenrhein AG hatte die Mitglieder des Arbeitgeberverbands (AGV) Rheintal zur Betriebsbesichtigung eingeladen. Das Interesse an der Veranstaltung übertraf die Erwartungen.

Andrea C. Plüss
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Interessante Details wurden erklärt und zu fast jedem Waggon gab es eine Geschichte zu erzählen. (Bild: Andrea C. Plüss)

Interessante Details wurden erklärt und zu fast jedem Waggon gab es eine Geschichte zu erzählen. (Bild: Andrea C. Plüss)

Andrea C. Plüss

redaktionot@tagblatt.ch

Der Schweizer Schienenfahrzeughersteller zieht an: Aufgrund der zahlreichen Anmeldungen hatten sich noch am Montag weitere Mitarbeiter für die Führungen zur Verfügung gestellt. Mit 146 Teilnehmern gehöre die Veranstaltung bei der Stadler Altenrhein AG zu den bestbesuchten der letzten Zeit, bemerkte auch Brigitte Lüchinger, Präsidentin des AGV Rheintal. In ihrer Begrüssung kam Lüchinger dann gleich auf den Punkt mit der Frage: «Kommen sie oder kommen sie nicht nach St. Margrethen?» Für den AGV Rheintal sei klar, dass man die Stadler Altenrhein AG «lieber heute als morgen» als Mitglied begrüssen würde. Sollte sich Stadler für den Umzug auf das Altfeld-Areal in St. Margrethen entscheiden, stünde ein Wechsel vom AGV Rorschach und Umgebung zum AGV Rheintal an.

Markus Sauerbruch, CEO der Stadler Altenrhein AG, erklärte, es würden aktuell beide Optionen, Altenrhein und St. Margrethen, geprüft. Ein Entscheid falle noch in diesem Jahr.

Als Peter Spuhler, Eigentümer und CEO der Stadler-Rail-Gruppe, das Unternehmen 1989 übernahm, zählte es 30 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von 5 Millionen Franken pro Jahr. Mit der Übernahme der Schindler Waggon Altenrhein (SWA) im Jahr 1997 sicherte sich Stadler das Know-how und die Erfahrung im Bereich der Doppelstockfahrzeuge. Heute sind 950 Mitarbeiter bei Stadler in ­Altenrhein beschäftigt. Die ganze Gruppe erzielte 2016 mit rund 7000 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von 2,1 Milliarden Franken. Marktsegmente liegen bei den Vollbahnen und im Stadtverkehr. Neben den einstöckigen «Flirt»- und den zweistöckigen «Kiss»-Zügen, für die modulare Konzepte existieren, sei das «Tailor-made»-Geschäft, die Spezialanfertigungen in kleinen Stückzahlen, mit einem Jahresumsatz zwischen 300 und 400 Millionen Franken nicht zu vernachlässigen, erklärte Sauerbruch. Durch die Übernahme von Vossloh Rail Vehicles in Valencia gehören seit 2015 auch Lokomotiven zum Produktportfolio.

Komplexe Projekte durchgeführt

Anhand des Projektbeschriebs für den russischen Aeroexpress erläuterte Sauerbruch anschaulich, was Zuverlässigkeit, Termintreue und Servicedienstleistungen bei Stadler bedeuten: Schon 18 Monate nach Vertragsunterzeichnung standen die ersten Züge auf der Schiene. Stadler errichtete in Minsk ein Werk, in dem die weiteren Züge zusammengebaut werden, und schulte die russischen Mitarbeiter mehrere Monate auch am Standort Altenrhein.

Während der Betriebsbesichtigung wurden Fertigungsdetails, Sonderausstattungen und Sicherheitsfragen erläutert. Die Firma Stadler Rail feiert im Mai das 75-Jahr-Jubiläum und die Stadler Altenrhein AG das 20-jährige Bestehen des Standorts. Am Samstag, 20. Mai, ist die Bevölkerung deshalb zum Tag der offenen Tür eingeladen.

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