ALTENRHEIN: Neues Gate, neue Linie, neuer Jet

Um den vom Bazl geforderten Sicherheits- und Brandschutzauflagen zu entsprechen, wurde beim Airport in Altenrhein der Gate- und Lounge-Bereich modernisiert. Ab kommendem Herbst fliegt ein neuer Embraer-Jet nach Köln.

Rudolf Hirtl
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Mehr Platz für Sicherheitscheck und Passagiere gibt es nach dem Umbau im modernisiertem Gate des Airports St. Gallen-Altenrhein. (Bilder: Rudolf Hirtl)

Mehr Platz für Sicherheitscheck und Passagiere gibt es nach dem Umbau im modernisiertem Gate des Airports St. Gallen-Altenrhein. (Bilder: Rudolf Hirtl)

ALTENRHEIN. «Eigentlich wollten wir den neuen Gate- und Lounge-Bereich an Pfingsten eröffnen. Doch da waren dann doch noch einige Baubewilligungen einzuholen, was alles ein wenig verzögert hat», sagt Daniel Steffen, CEO der People's Air Group, an der Eröffnung vom Montagabend mit einem Augenzwinkern. Allerdings bindet er Behörden und dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) dennoch ein Kränzchen, sei doch alles rasch und unkompliziert über die Bühne gegangen.

Bazl-Bestimmungen erfüllt

Wer schon in Altenrhein abgeflogen ist, sieht rasch, der Gate-Bereich präsentiert sich nun grösser, heller und bequemer. Realisiert wurden nicht nur bisher fehlende Einrichtungen für Gäste mit Handicaps und Familien, sondern auch der direkte Zugang zur Passagierlounge; Fluggästen den Aufenthalt bis kurz vor dem Abflug zu versüssen, war aber nur ein Aspekt der Erweiterung. «Die Modernisierung des 30 Jahre alten Gate- und Lounge-Bereichs wurde mit der zunehmenden Auslastung der Flüge notwendig, um den heutigen Sicherheits- und Brandschutzauflagen zu entsprechen», sagt Steffen und verweist darauf, dass das alte Gate aus fünf zusammengeschraubten Containern bestand. Es habe Handlungsbedarf bestanden, damit sich die 76 Passagiere auch wohl fühlen, die im Embraer-Jet der Viennaline Platz finden. Neu hat es nicht nur mehr Platz für die Gepäck- und Passagierkontrolle, was Druck von den Mitarbeitern nehme; neu ist auch der Aufgang zur Lounge vom Gate aus, was gemäss Steffen weitere Vorteile bietet. «Bisher sind viele Passagiere erst kurz vor dem Abflug von der externen Lounge zur Security-Kontrolle gekommen. Was zu Stress und gelegentlich zu Verspätungen geführt hat. Nun ist die Lounge erst nach dem Sicherheitscheck zugänglich. So wird das Handling für alle einfacher. Dadurch können wir auch die Auflagen des Bazl optimal erfüllen.»

Das Potenzial von Lugano

Nationalrat Thomas Müller hat die Ehre, zusammen mit Steffen das obligate rote Band zu durchschneiden. Vorgängig macht er auf den hohen Stellenwert des heimischen Airports aufmerksam. «Bei meinem Amtsantritt 2003 als Stadtpräsident habe ich gesagt, dass Rorschach mit dem Bodensee und dem Airport das Potenzial von Lugano hat. Wir haben uns beide gemacht und befinden uns auf einem sehr guten Weg.»

Einer der Wege wird die People's Viennaline ab Herbst auch nach Köln führen. Laut Daniel Steffen sind die grundlegenden Entscheide für die zweite Linienverbindung von People's gefallen. «Wir sind bei 80 Prozent Umsetzung. Wir müssen das Angebot nun buchbar machen. Die entsprechenden Online-Kanäle aufbereiten.» Fest stehe, dass ein zweiter Jet aus der Embraer-Familie angeschafft werde, um die Strecke mit Zwischenlandung in Friedrichshafen zu fliegen. Die Reissleine gezogen hat Daniel Steffen bezüglich der Zusammenarbeit mit dem mittlerweile insolventen belgischen Regionalcarrier VLM. «Die Qualität der Airline hat unsere Qualitätsanforderungen nicht erfüllt.»

Neu kann im ersten Stock das Fluggeschehen beobachtet werden. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Neu kann im ersten Stock das Fluggeschehen beobachtet werden. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Daniel Steffen (r.) und Thomas Müller durchschneiden das rote Band. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)

Daniel Steffen (r.) und Thomas Müller durchschneiden das rote Band. (Bild: Rudolf Hirtl oceandesign@bluewin)