ALTENRHEIN: Airport-Gegner stellen sich gegen Aufweichung der Betriebszeiten

Der Schutzverband Aktion gegen Fluglärm Altenrhein zeigt sich erleichtert über die Einstellung der Acht-Minuten-Flüge. An der HV verabschiedet die AgF eine Resolution.

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Der Schutzverband Aktion gegen Fluglärm Altenrhein ist ­ein überparteilicher Verein und kämpft nach eigenen Angaben gegen die Immissionen des Flugbetriebs auf dem privaten Flugfeld Altenrhein und für die Erhaltung der Wohn- und Lebensqualität in der Flugplatzregion. Im Zentrum St. Kolumban in Rorschach fand die 35. HV der AgF statt.

Gemäss Mitteilung der AgF konnte Präsident Heinz Grob, er steht dem Verein seit 15 Jahren vor, einige illustre Gäste begrüssen. Neben den Rorschacherberger Gemeinderäten Enrik Hippmann und Ronny Bleichenbacher war auch Walter Grabherr vom Amt der Vorarlberger Landesregierung, von der Abteilung Verkehrsrecht, zugegen.

Im Jahresbericht erwähnte Heinz Grob unter anderem «die Ausbaupläne auf dem Airport in Altenrhein, das Grounding der unsinnigen Acht-Minuten-Flüge nach Friedrichshafen, die Umgehung der Konzessionierungspflicht des Bazl und des auch von der Schweiz (zusammen mit 197 weiteren Ländern) in Paris unterzeichneten UN-Klimavertrags.»

Airport erteilt zu viele Ausnahmebewilligungen

Ein Grusswort überbrachte Meinrad Gschwend aus Altstätten. «Er ist Mitglied der Grünen und setzt sich im St. Galler Kantonsrat aktiv für unsere Wohn- und Lebensqualität ein. Im September löste er mit seinem Vorstoss zum 500-Sekunden-Flug von Altenrhein nach Friedrichshafen ein lebhaftes Medienecho aus. Private Gratulationen zu seiner Interpellation erreichten ihn gar aus Norddeutschland», schreibt dazu die AgF. In der Umfragen empörten sich laut Mitteilung Altenrheiner Anwohner über die viel zu zahlreichen Ausnahmebewilligungen. Allein im April seien es 28 gewesen. Ärgerlich seien die zu frühen Starts (6.06 Uhr statt frühestens um 6.30 Uhr), die zu späten Landungen (21.30 Uhr statt spätestens um 21 Uhr) sowie die nervtötenden Standläufe – und dies immer noch ohne Schallschutzwände!

Erstaunen löste gemäss AgF an der HV auch die Tatsache aus, dass regionale Flugplätze vom Staat jährlich mit über 20 Millionen Franken subventioniert werden müssen. Das heisst: Jede Landung kostet den Steuerzahler im Durchschnitt 193 Franken!

Abschliessend wurde die Resolution «Keine Aufweichung des Betriebszeiten-Korsetts» zuhanden der staatlichen Behörden ohne Gegenstimme verabschiedet. Der Vorstand wurde in globo wiedergewählt. Heinz Grob als Präsident, Cécile Metzler als Vizepräsidentin und Medienverantwortliche, Ilse Brüschweiler als Kassierin, Lis Blöchlinger als Aktuarin, Fredi Alder, Rolf Camenisch und Christa Weiler als Beisitzer sowie Ruth Stucky und Christian Spirig als Revisoren.

Rudolf Hirtl

rudolf.hirtl@tagblatt.ch

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