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ALTENHEIN: Hochsaison für exotische und luxuriöse Flieger

Zum World Economic Forum ab dem 23. Januar in Davos starten und landen am Flughafen Altenrhein Geschäftsreiseflugzeuge bis hin zum mehrstrahligen Businessjet. Eine Gelegenheit für Flugzeug-Fans, um die millionenschweren Flieger mit eigenen Augen zu sehen.
Jürgen Schelling
Während des WEF herrscht Hochbetrieb am Flughafen Altenrhein. Die Gäste werden von dort nach Davos gefahren. (Bild: Jürgen Schelling)

Während des WEF herrscht Hochbetrieb am Flughafen Altenrhein. Die Gäste werden von dort nach Davos gefahren. (Bild: Jürgen Schelling)

Am Bodenseeflughafen St. Gallen-Altenrhein herrscht von 23. bis 26. Januar während des World Economic Forum (WEF) Hochbetrieb. Zwar können hier keine Boeing 747 wie etwa die Regierungsmaschine des amerikanischen Präsidenten Trump landen, aber immerhin ist Altenrhein von Airlinern bis zu einer Grösse von Airbus A318/319 oder Boeing 737-Varianten anfliegbar. Vor allem aber landen wieder jede Menge Businessjets aus der ganzen Welt mit WEF-Teilnehmern in Altenrhein. Diese Geschäftsreiseflugzeuge bringen Politiker, Unternehmer oder Filmstars an den Bodensee, die dann per Limousinenservice oder Heli-Shuttle nach Davos weiterreisen. Während der WEF-Tage sind die unterschiedlichsten Flugzeugtypen zu entdecken: Die Segmente der Geschäftsluftfahrt sind eingeteilt in very light, light, midsize, large oder heavy Jets, wobei die Runway in Altenrhein für heavy Jets zu kurz ist.

Die Qual der Wahl: Welcher Businessjet passt zu mir?

Bei der Auswahl eines Businessjets geht es aber weniger um den persönlichen Geschmack, sondern eher um die an ihn gestellten Anforderungen. Manager machen ungern zeitfressende Zwischenlandungen zum Tanken, ehe sie ans Ziel kommen. Deshalb ist eine gewisse Reichweite bedeutsam. Aber auch die Infrastruktur am Firmenflugplatz kann schon eine Vorauswahl bedingen. Ist die Runway dort kürzer als etwa 1400 Meter, scheiden einige Jets von vornherein wegen ihrer zu grossen Startstrecke aus. Entscheidend ist auch, wie viel Passagiere durchschnittlich an Bord sein sollen. Reichen vier bis fünf Plätze oder sollen Gäste in der Grösse einer Fussballmannschaft mit? Ganz wichtig auch: Bei fast allen Businessjets gilt die Regel entweder volltanken oder maximale Passagierzahl, beides geht aus Gewichtsgründen nicht. Zum WEF 2017 landeten in Altenrhein sowohl Businessjets etwa aus Moskau, aber auch aus Übersee, die interkontinentale Reichweite aufwiesen. Nicht so weit kommen die sogenannten Einsteigerjets für bis zu sechs Passagiere, die weniger als 2000 Kilometer Reichweite aufweisen.

Noch nicht beim diesjährigen WEF, aber wohl in den kommenden Jahren mischt in diesem Segment auch ein Schweizer Flugzeugbauer mit. Pilatus aus Stans setzt vor allem auf einen Wettbewerbsvorteil seines neuen zweistrahligen Business Jets für sechs bis maximal zehn Passagiere. So kann der seit Dezember 2017 zugelassene PC-24 sogar auf Schotter-, Sand- oder Graspisten starten und landen – unüblich für Businessjets. Er kann fast doppelt so viele Flugplätze angeflogen werden wie mit einem normalen Jet, der nur auf asphaltierten Runways landen darf. Kostenpunkt: neun Millionen US-Dollar. Bei den grösseren Super-Midsize-Jets für acht bis zwölf Passagiere wetteifern vor allem Cessna, die brasilianische Firma Embraer und der kanadische Bombardier-Konzern. Ihre Fluggeschwindigkeit liegt meist um 850 km/h und sie legen fast alle Strecken von mehr als 4000 Kilometern nonstop zurück. Selbst wer mehr als 50 Millionen Dollar für einen fliegenden Teppich anlegen will, hat noch die Qual der Wahl. Die Jets der Kategorien large definieren ihre Rolle auch als Statussymbol aber nicht durch ihre Geschwindigkeit, sondern das üppige Platzangebot, den gebotenen Luxus und vor allem ihre interkontinentale Reichweite von mehr als 9000 Kilometern. Auch in Altenrhein waren während des WEF diese Flaggschiffe schon öfter zu bestaunen. Noch grösser und teurer sind nur noch die VIP-Versionen von Airbus und Boeing. Zumindest deren kleinste Flugzeuge können in Altenrhein starten und landen. Deshalb haben sich auch alle Planespotter rings um den Bodensee die vier Tage zum WEF dick im Kalender markiert.

Jürgen Schelling

Luftfahrtjournalist und Pilot

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