Alte Männer sind die fleissigsten Wähler

Bei den National- und Ständeratswahlen vom 18. Oktober haben die Älteren in St. Gallen fleissiger gewählt als die Jungen. Und Männer nahmen häufiger an der Wahl teil als Frauen. Ausser in der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen: In dem Alterssegment wählten die Frauen fleissiger als die Männer.

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Stimmabgabe im Rathaus der Stadt St. Gallen. (Archivbild: Hannes Thalmann)

Stimmabgabe im Rathaus der Stadt St. Gallen. (Archivbild: Hannes Thalmann)

Bei den National- und Ständeratswahlen vom 18. Oktober haben die Älteren in St. Gallen fleissiger gewählt als die Jungen. Und Männer nahmen häufiger an der Wahl teil als Frauen. Ausser in der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen: In dem Alterssegment wählten die Frauen fleissiger als die Männer. Auch zwischen Berg und Tal gibt es markante Unterschiede bei der Wahlbeteiligung.

Stimmausweise ausgewertet

Diese Aussagen sind das Resultat einer Auswertung der Stimmausweise durch die Stadt. Die fleissigsten Wähler sind in St. Gallen demnach die Männer über 65. Ihre Wahlbeteiligung lag bei gut 71 Prozent. Von den gleichaltrigen Frauen gingen nur 55 Prozent wählen.

Ganz anders die 18- und 19-Jährigen: Nur jede dritte Person machte in dieser Altersgruppe vom Wahlrecht Gebrauch. Die jungen Männer wählten mit knapp 35 Prozent etwas öfter als die jungen Frauen mit 31,7 Prozent. Umgekehrt verhielt sich die Gruppe der 20- bis 29-Jährigen: Bei ihnen hatten die Frauen die Nase knapp vorn.

Beteiligung steigt mit Alter

Generell nimmt die Wahlbeteiligung in der Stadt St. Gallen mit dem Alter zu. Bei den 30- bis 34-Jährigen machten knapp 45 Prozent vom Wahlrecht Gebrauch, bei den 50- bis 54-Jährigen waren es 56, bei den 60- bis 64-Jährigen 64 Prozent.

Bei den über 65-Jährigen nimmt die Wahlbeteiligung wieder ab, und zwar auf rund 61 Prozent. In dieser Altersgruppe wählten allerdings viel mehr Männer (71 Prozent) als Frauen (55 Prozent). Im Vergleich zu den Wahlen 2011 gab es 2015 keine nennenswerten Veränderungen.

Oben wird fleissiger gewählt

Die Stadt hat auch das Wahlverhalten nach Quartieren ausgewertet. Die fleissigsten Wählerinnen und Wähler wohnen in Rotmonten mit 72 und in St. Georgen mit 64,5 Prozent Beteiligung. Die niedrigsten Wahlbeteiligungen, je rund 43 Prozent, verzeichneten am 18. Oktober Winkeln und St. Fiden. (sda)