Als «Buuremeitli» viel gearbeitet

Im Altersheim Espel feierte Berta Feurer am Sonntag ihren 100. Geburtstag. Herzlich gratuliert haben ihr die Familie und die Gossauer Stadträtin Gaby Krapf.

Simone Buff
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Berta Feurer nimmt im «Espel» Gratulationen entgegen. (Bild: Urs Jaudas)

Berta Feurer nimmt im «Espel» Gratulationen entgegen. (Bild: Urs Jaudas)

GOSSAU. Zielstrebig steuert die 100jährige Berta Feurer mit ihrem Rollator am Sonntagmorgen im Altersheim Espel auf den für sie vorbereiteten Geburtstagstisch zu. Begrüsst wird sie von Stadträtin Gaby Krapf, ihrem Schwiegersohn und dessen Frau sowie Beatrice Niggli, der Leiterin des Heims. Als Frühlingsgruss bekommt die Jubilarin von der Stadträtin Orchideen überreicht. Währenddessen tischt die Leiterin des Heims einen Apéro auf.

Feiern mit den Liebsten

«Wissen Sie», erklärt Berta Feurer ihrem Besuch, «äusserlich ist alles immer noch gut.» Nur ein bisschen vergesslich sei sie inzwischen geworden. Vor allem aber freue sie, dass ihr Schwiegersohn Martin Häberle und dessen Frau Martha Rechsteiner bei ihrem Geburtstag mit dabei sind. «Das sind meine zwei besten Leute, die sich immer um mich gekümmert haben», sagt sie. Dass noch mehr Gäste kommen werden, bezweifelt sie. Unberechtigterweise, wie sich herausstellt, denn kurz darauf taucht der Rest der Feurer-Familie auf. Die beiden Söhne von Berta Feurers bereits verstorbener Tochter sind mit vier von ihren Grossenkeln angereist. Alle wuseln um den Tisch herum, um die Familienälteste zu begrüssen und ihr zu gratulieren. Dann versammelt man sich fürs gemeinsame Familienfoto und lächelt in die Kamera. Mit sieben Geschwistern ist die 100-Jährige im Sonnental bei Fischingen im Thurgau aufgewachsen. Die Familie betrieb eine Käserei. Ihren Mann, Georg Feurer aus Jenaz, habe sie per Zeitungsanzeige im Alter von 34 Jahren kennengelernt, erzählt Berta Feurer mit Unterstützung von ihrem Enkel Thomas Engeli. Ein Jahr später sei ihre einzige Tochter Heidi zur Welt gekommen. 1994 zog die Familie nach Gossau. Als «Buuremeitli» habe sie viel gearbeitet und sogar bis ins Pensionsalter im Bahnhof St. Gallen WCs geputzt.

Spaziergang vor dem Heim

Eines von Berta Feurers liebstes Hobby ist das Reisen gewesen: Mit dem GA sei sie oft und gerne in der Schweiz herumgefahren. Inzwischen geht das nicht mehr, aber den einen oder anderen Spaziergang vor dem Heim macht die 100-Jährige immer noch.

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