Allwetterplatz trotzte dem Regen

BUECHEN-STAAD. Am Wochenende wurde in Buechen-Staad die Sport- und Freizeitanlage Bützelpark mit dem neuen Kunstrasenplatz eingeweiht. Es war ein schönes Fest, auch wenn das Wetter nicht mitgespielt hat.

Gisela Tobler
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Einmarsch der Mannschaften zum Freundschaftsspiel Staad (blau) gegen Vaduz (weiss). Mit der Nummer 15 Nico Abegglen. (Bild: Gisela Tobler)

Einmarsch der Mannschaften zum Freundschaftsspiel Staad (blau) gegen Vaduz (weiss). Mit der Nummer 15 Nico Abegglen. (Bild: Gisela Tobler)

Der neue Allwetterplatz machte seinem Namen bei der Einweihung alle Ehre. Auch bei strömendem Regen blieb der Kunstrasen saftig grün und benutzbar. Trotzdem mussten die Eröffnungsfeierlichkeiten am Samstagnachmittag in die Halle verlegt werden. Sehr zum Leidwesen von OK-Präsident Röbi Willi, der am Vormittag noch gehofft hatte, die Regenwolken würden sich rechtzeitig verziehen.

Einladung zum Schülerturnier

Dabei hat am Freitag fast alles so schön angefangen. Alle Schülerinnen und Schüler der Gemeinde wurden vom FC Staad zu einem Fussballturnier eingeladen. Die Organisation wurde zwar sehr gelobt, doch gleichzeitig waren Schüler, Eltern und auch Lehrer enttäuscht, dass die Spiele nicht auf dem neuen Kunstrasen stattfanden. «Wir wollten den Allwetterplatz erst am Samstagnachmittag nach der offiziellen Einweihung freigeben», erklärte Gemeindepräsident Robert Raths, «bei Regen hätten ihn die Kinder selbstverständlich benützen dürfen.» Dieser Entscheid sei mit dem FC Staad abgesprochen gewesen.

In Halle ausgewichen

Während es am Freitag also noch trocken blieb, fiel der Samstag buchstäblich ins Wasser. Nachdem sich am Vormittag kurz die Sonne gezeigt hatte, entschied das OK hoffnungsvoll, die Zeremonie wie geplant auf dem Allwetterplatz durchzuführen. Doch der Regen wurde nach dem Mittag so stark, dass keine andere Möglichkeit blieb, als die Eröffnung kurzerhand in die Halle zu verlegen und auf den Einmarsch der Vereine und das Showprogramm zu verzichten. Die doch recht zahlreich erschienene Bevölkerung nahm es mit Humor.

Die Musikgesellschaft Altenrhein-Staad umrahmte den Festakt auf der Bühne. In seiner Ansprache bekundete der Gemeindepräsident grosse Freude über die gelungene erste Etappe des Projektes «Bützelpark – Freizeit und Sport». Dieser Schritt sei wichtig, um das Gesamtkonzept nicht aus den Augen zu verlieren, welches langfristig weitere Sportanlagen für die Dorfvereine beinhaltet. Alsdann wurde Alessandra Fontanive, Miss Ostschweiz und Mitglied des Staader Frauenfussballteams, auf die Bühne gebeten, um gemeinsam mit Röbi Willi und Röbi Raths das rote Band durchzuschneiden und den Allwetterplatz offiziell für eröffnet zu erklären.

Herren unterlagen

Die 1. Herrenmannschaft des FC Staad hatte dann die Ehre, im Freundschaftsspiel gegen Vaduz den neuen Kunstrasen als erste zu benützen. Lokalmatador war Nico Abegglen, der im FC Staad gross wurde, als Zwölfjähriger zum FC St. Gallen wechselte und nun seit zwei Jahren beim FC Vaduz in der Super-League unter Vertrag ist. Staad, sechs Ligen tiefer als Vaduz, aber mit zahlreichen Externen verstärkt, musste sich schliesslich mit 12:1 geschlagen geben. Drei Goals fielen zehn Minuten vor der Pause, wovon deren zwei von Abegglen, der in der zweiten Halbzeit aber nicht mehr auf den Platz kam. Den einzigen Treffer für die Gastgeber zum zwischenzeitlichen 11:1 erzielte Ex-Staader Michael Hausmann, der seit zwei Jahren bei Rheineck spielt.

Erfolgreicher waren anschliessend die Staader NLA-Frauen. Mit 7:1 schlugen sie ihren Dauerrivalen FC St. Gallen. Rafaela Bisquolm schoss vor der Pause innerhalb von zehn Minuten drei Tore. Und der letzte Treffer ging auf das Konto der Staader Nachwuchsspielerin Jessica Schärer. Obwohl das Wetter sich weiterhin von seiner unfreundlichen Seite zeigte und sich die Zuschauerreihen merklich gelichtet hatten, war das Fest noch lange nicht zu Ende. Im Festzelt schwelgten die Ehemaligen des FC Staad in Erinnerungen und laut verlässlicher Quelle wurden um Mitternacht immer noch über zwanzig Besucher gezählt, die im Barzelt der Kälte trotzten.