Alles offen im Bahnhof Nord

Am jüngsten «Tisch hinter den Gleisen» wurde vor allem auf der Metaebene diskutiert. Konkrete Ergebnisse zur Entwicklung des Gebiets Bahnhof Nord lassen weiter auf sich warten.

Drucken
Teilen

«Ergebnisoffen», so lautete das Zauberwort an der Diskussionsrunde «Tisch hinter den Gleisen», die am Donnerstagabend erneut im Spanischen Klubhaus stattfand. Ergebnisoffen, das heisst: Alles ist möglich im Gebiet hinter dem Bahnhof – und entschieden ist noch nichts.

Frühe Phase im Prozess

Ein Partizipationsprozess soll klären, wie der Bahnhof Nord in Zukunft aussehen soll, dieses «Gebiet der Grossentwürfe», wie Daniella Nüssli sagte. Die Projektleiterin beim Stadtplanungsamt erläuterte denn gut einem Dutzend Anwesenden den Planungsprozess, der sich noch in einer frühen Phase befindet. Konkrete Ergebnisse waren deshalb nicht zu erwarten. Die Diskussion im Klubhaus drehte sich vor allem um die Methodik des Prozesses, wurde also auf akademischem Niveau und auf der Metaebene geführt. Bei jeder konkreten Frage hingegen fiel das Zauberwort: Ergebnisoffen.

Zug ist längst nicht abgefahren

Ein erstes fassbares Instrument im Partizipationsprozess gibt es zwar: Eine offene Onlineumfrage mit verschiedenen Fragen rund um den Bahnhof Nord, welche 640 Teilnehmer ausgefüllt haben. Sie wird aber erst im kommenden Jahr ausgewertet. Zudem sei die Umfrage nur eine von vielen Möglichkeiten, sich zu äussern, sagte FHS-Dozent Dani Fels. «Wer sie nicht ausgefüllt hat, muss deswegen nicht befürchten, der Zug sei nun abgefahren.» Noch sei alles offen – ergebnisoffen.

Die nächste Gelegenheit mitzureden bietet sich im kommenden April im sogenannten «World Café». Alle Interessierten – es können mehrere hundert sein – sind dann eingeladen, in kleinen Gruppen anhand von konkreten Fragen über den Bahnhof Nord zu diskutieren.

Auch ein Teich ist möglich

Was, wenn dieser Prozess ergibt, dass sich die Bevölkerung hinter dem Bahnhof einen schönen Teich wünscht? «Wenn die Mehrheit das will, dann muss es auch diese Möglichkeit geben», sagte Daniella Nüssli. Mit anderen Worten: Es bleibt ergebnisoffen. (rbe)