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Alles für Waldkirch-St. Gallen

Die 21jährige Natalie Schürpf ist seit dieser Saison Captain beim NLB-Team Waldkirch-St. Gallen. Obwohl sie eine Leistungsträgerin ist, träumt sie nicht von einem Wechsel in die NLA. Ihre Ziele will sie mit Waldkirch erreichen.
Raya Badraun
Waldkirchs Captain Natalie Schürpf träumt davon, die Playoffs zu erreichen. «Mit unserem Willen und Potenzial sollte das möglich sein», sagt sie. (Bild: Urs Bucher)

Waldkirchs Captain Natalie Schürpf träumt davon, die Playoffs zu erreichen. «Mit unserem Willen und Potenzial sollte das möglich sein», sagt sie. (Bild: Urs Bucher)

UNIHOCKEY. Die Captain-Binde wird bei Waldkirch-St. Gallen demokratisch vergeben. Jedes Jahr stellt der Trainer drei Spielerinnen auf, die er für geeignet hält. Der neue Captain wird dann bei einem Trainingswochenende von den Mitspielerinnen gewählt. Neben der bisherigen Amtsinhaberin Corina Resegatti stand im vergangenen Sommer auch die junge Natalie Schürpf zur Wahl. Mit ihren damals 20 Jahren gehörte sie zu den Jüngsten im Team. «Viel Erfahrung in der NLB hatte ich damals nicht», sagt Schürpf und lächelt. «Doch ich verstehe mich mit allen gut. Das gab wahrscheinlich den Ausschlag.» Der Trainer hält viel von der jungen Appenzellerin. «Sie ist eine Leistungsträgerin», sagt Markus Riesen. «Zudem hatte ich den Eindruck, dass sie eine Führungsperson sein kann.» Die Wahl endete schliesslich Unentschieden. Beide Spielerinnen erhielten acht Stimmen. Da Resegatti nebenher Sportchefin der Frauen ist, teilen sich die beiden Frauen nun das Amt. Schürpf als erster, Resegatti als zweiter Captain. «Für mich ist das eine grosse Ehre», sagt Schürpf und lächelt.

Traum vom U19-Nationalteam

In ihrem Alter werden nur wenige Spielerinnen Captain oder als Leistungsträgerinnen bezeichnet, dennoch träumt Schürpf nicht von Einsätzen in der höchsten Liga. In ihrer Jugend sah das noch anders aus. Mit dem U21-B-Team von Waldkirch-St. Gallen nahm sie als Teenager an den Aufstiegsspielen teil. «Die Stimmung im Team war super», erinnert sich Schürpf. Vor allem dann, als das Team den Aufstieg ins A schaffte. Nach diesem Erlebnis strebte Schürpf nach Höherem. Ihr Ziel war das U19-Nationalteam. 2010 ging dieser Traum zumindest teilweise in Erfüllung. Im Januar nahm sie an einem Trainingswochenende der Auswahl teil, im Mai durfte sie eine Woche in Tenero trainieren. Zu einem Spiel mit dem U19-Nationalteam kam es jedoch nie.

Im Sommer 2010 wurde die junge Schürpf, die vor dem Wechsel in die NLB stand, von einem Kreuzbandriss gestoppt. Die Gefühle von damals in Worte zu fassen, fällt ihr noch heute schwer. Sie zuckt mit den Schultern und schüttelt den Kopf. «Ich musste es einfach akzeptieren», sagt sie schliesslich. «Viel strenger war es ohnehin, nicht spielen zu dürfen.» Ihren Bewegungsdrang konnte sie in dieser Zeit mit leichtem Velofahren und Schwimmen nur bedingt stillen.

Ausbildung im Mittelpunkt

Seit dieser Verletzung und dem Beginn der Fachmittelschule hat sich Schürpfs Fokus verändert. Im Mittelpunkt steht nun die Ausbildung. Schürpf wird bald die Fachmaturität in St. Gallen abschliessen und ab dem kommenden Sommer die Pädagogische Hochschule besuchen, um Primarlehrerin zu werden. «Zudem haben wir einen sehr guten Zusammenhalt im Team», sagt der junge Captain. «Das ist nicht überall so.»

Ehrgeizig ist Schürpf dennoch geblieben. Ihre Ziele will sie heute jedoch mit ihrem Team erreichen. Mit Waldkirch-St. Gallen hofft Schürpf auf die Teilnahme an den Playoffs. «Mit unserem Willen und Potenzial sollte das möglich sein», sagt Schürpf. Beides hat das Team im letzten Spiel vor den Festtagen bewiesen. Damals gewannen die St. Gallerinnen zu Hause gegen den Tabellenzweiten und Favoriten Rümlang-Regensdorf mit 3:2 nach Verlängerung. Heute ab 19 Uhr können sie gegen Zugerland beweisen, dass der Sieg kein Weihnachtswunder war.

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