"Aller Stern" leuchtet in St.Gallen

Im Beisein von mehreren hundert Personen hat Stadtpräsident Thomas Scheitlin gestern abend beim Vadian-Denkmal die Weihnachtsbeleuchtung "Aller Stern" eingeschaltet. Die Sternen-Vernissage hat sich etabliert in der Stadt St.Gallen.

Daniel Wirth
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Mehrere hundert Personen schauten sich gestern in der Marktgasse an, wie die Weihnachtsbeleuchtung "Aller Stern" eingeschaltet wurde. (Bild: Michel Canonica)

Mehrere hundert Personen schauten sich gestern in der Marktgasse an, wie die Weihnachtsbeleuchtung "Aller Stern" eingeschaltet wurde. (Bild: Michel Canonica)

"Come together right now." Der von Red Cube interpretierte Beatles-Song brachte es auf den Punkt: Wer gestern an der sechsten Sternen-Vernissage beim Vadian-Denkmal einen guten Platz haben und sehen wollte, wie Stadtpräsident Thomas Scheitlin auf einen Schlag 700 Sterne erleuchten liess, musste zusammenrücken. Dichtgedrängt standen mehrere hundert St.Gallerinnen und St.Galler in der Marktgasse – und warteten, bis Licht wurde. Die Luft in der Innenstadt war Glühweindampf-geschwängert. Dazu mischte sich der gewohnte St.Galler Duft von grillierten Bratwürsten. Die Stimmung beim "Vadian" war sehr friedlich.

Frieden ist das höchste Gut

Und genau das beschrieb Thomas Scheitlin als das "höchste Gut": das friedliche Zusammenleben an einem schönen Ort. Das sei keine Selbstverständlichkeit, dafür sollte man dankbar sein, sagte Scheitlin. Der Stadtpräsident lobte die Schönheit der Stadt in gewohnter Manier. Er unterliess es aber nicht, seine Mitbürgerinnen und Mitbürger daran zu erinnern, dass es die Menschen in Syrien, am Sinai oder in Paris gegenwärtig alles andere als schön und friedlich haben. Scheitlin rief dazu auf, in der Adventszeit gedanklich nicht nur bei den Liebsten zu sein, sondern auch bei den Menschen, die im Krieg oder bei Terroranschlägen Angehörige oder Hab und Gut verloren hätten.

Doppelte Kinderreihen

Die Adventszeit in St.Gallen sei besonders schön. Ein untrügerisches Zeichen, dass Weihnachten vor der Türe stehe, seien die doppelten Kinderreihen vor dem Zollibolli. Die Weihnachtszeit sei die Zeit der Wünsche. Der Stadtpräsident wünschte allen eine friedliche Weihnachtszeit. Astrid Nakhostin, Präsidentin des Vereins "Sternenstadt", hatte zuvor gesagt, die Weihnachtsbeleuchtung "Aller Stern" habe es bereits international in die Medien geschafft. "Aller Stern" sei ein Wahrzeichen der Stadt geworden. Der Stadtpräsident pflichtete ihr bei. Als er, assistiert von zwei kleinen Mädchen, den Countdown runterzählte, um in einem Sekundenbruchteil 700 Sterne einzuschalten, zählten alle mit – um sogleich ins "O Tannenbaum" einzustimmen oder zumindest mitzusummen.