Alder zu stark für die SVP

Es ist eine Klatsche für die SVP. Ihre Kandidatin Carla Schelb blieb gegen die direkte Konkurrentin Helen Alder von der CVP chancenlos. Schelb blieb weit unter dem absoluten Mehr und hinter Alder zurück. Mit 1787 Stimmen gibt es in Gossau nichts zu holen.

Johannes Wey
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Es ist eine Klatsche für die SVP. Ihre Kandidatin Carla Schelb blieb gegen die direkte Konkurrentin Helen Alder von der CVP chancenlos. Schelb blieb weit unter dem absoluten Mehr und hinter Alder zurück. Mit 1787 Stimmen gibt es in Gossau nichts zu holen.

Es ist das altbekannte Bild: Die SVP gehört auch in Gossau zu den wählerstärksten Parteien. Im Parlament konnte sie zur CVP, der bislang grössten Fraktion, aufschliessen. Doch wenn es um die Exekutive geht, läuft sie gegen eine Wand.

Die Ausgangslage sprach von Anfang an gegen Schelb. Es gibt in Gossau einfachere Unterfangen, als ausgerechnet der CVP einen Stadtratssitz abzujagen. Und die bereits profilierte Schulrätin Helen Alder ging gegen das politisch unbeschriebene Blatt Carla Schelb mit einem Startvorsprung ins Rennen. Im Wahlkampf verzichtete Schelb darauf, ihr Profil zu schärfen. Mit konkreten politischen Aussagen hielt sie sich weitgehend zurück.

Der SVP muss man zugute halten, dass es ihr ernst ist mit ihrem Anspruch, Verantwortung zu übernehmen. Die Partei hat nun ein paar Jahre Zeit, sich neu aufzustellen. Vielleicht muss dann ja die FDP, die im Stadtrat rechnerisch übervertreten ist, einen Sitz verteidigen. Das könnte der SVP in die Karten spielen.

Die Parteileitung der SVP täte gut daran, sich frühzeitig in Stellung zu bringen und bald eine stärkere Kandidatin oder einen stärkeren Kandidaten aufzubauen. Und zu hoffen, dass die Konkurrenz beim nächstenmal schwächer ist.