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ALARMIERUNG: Auch im Notfall zum Briefkasten

Das Bundesamt für Umweltschutz und die Post testen in der Stadt St. Gallen «smarte» Briefkästen. Die Stadtwerke St. Gallen zeigen sich zufrieden mit dem Pilotprojekt, bei der Post wartet man das Ende der Testphase ab.
Einer der smarten Briefkästen in St. Gallen (Bild: PD)

Einer der smarten Briefkästen in St. Gallen (Bild: PD)

Smarte Briefkästen sehen aus wie alle anderen. Sie können jedoch mehr, als nur Post entgegennehmen. Sie besitzen ein elektronisches Display, das unterhalb der Klappe angebracht ist. Es besteht aus DynPapier, das wenig Strom braucht und Textnachrichten anzeigen kann.

Seit rund einem Jahr testen der Bund und die Post in Zusammenarbeit mit den St. Galler Stadtwerken zwei smarte Briefkästen in der Stadt. Einer ist an der Zilstrasse, der andere an der Rorschacher Strasse angebracht. Das Projekt ist laut Franz Osterkorn, Abteilungsleiter Netzwerkbetrieb bei den St. Galler Stadtwerken, bereits im Endstadium und soll in einigen Wochen abgeschlossen werden.

Information bei Stromunterbruch

Während der Testphase wurde die Anzeige der Displays via die Post durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) gesteuert, wie ein Mediensprecher der Post sagt. Angedacht sei, dass in Krisensituationen die Steuerung direkt vom BABS vorgenommen werden könne. Mithilfe des Displays könnte die Bevölkerung im Falle eines lange anhaltenden Stromunterbruchs informiert werden. Bei einem Sirenenalarm würde somit der nächste smarte Briefkasten aufgesucht, wenn kein Zugriff aufs Radio oder Internet möglich ist. Dort würde angezeigt, ob es notwendig ist, Schutz zu suchen.

Die smarten Briefkästen sind nicht von der Stromversorgung abhängig, sondern werden mit Batterien betrieben. Das gewährleistet eine Kommunikation auch bei Stromausfall. Die Daten werden per DAB+ auf das Display übertragen. Laut Osterkorn ist es das einzige Netz in der Schweiz, das unterbrechungsfrei sendet. Auch Sensoren werden von den Batterien gespeist. Diese messen Meteodaten, den Lärm rund um den Briefkasten, den Füllstand sowie die Klappenbewegungen. Diese Informationen werden intern von der Post ausgewertet.

Osterkorn zieht ein positives Fazit zum Pilotversuch der smarten Briefkästen in St. Gallen: «Aus unserer Sicht hat alles einwandfrei funktioniert». Es habe weder bei Technik, Funknetz, Verschlüsselung noch bei den Abläufen Probleme gegeben.

Ob die smarten Briefkästen nach der Testphase auch in anderen Städten Einzug halten, ist derzeit noch offen. Die Auswertungen der Daten durch die Post und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz stehen noch aus. (lw)

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