Alarm nicht mehr ernst nehmen

Am Montagabend kam es bereits zum vierten falschen Sirenenalarm im Kanton innert sechs Wochen. Der Grund ist nach wie vor unklar.

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UNTEREGGEN. Am Montagabend um 22.22 Uhr schreckte das Heulen einer Sirene nicht nur die Einwohner Untereggens auf (Tagblatt vom 28. Juli). Bis weit in die Region war das Heulen zu hören. Der Alarm ging auf dem Gemeindehaus Untereggen los.

Zivilschutz ist ratlos

Viermal sei die Sirene fälschlicherweise abgegangen, sagt Hans Thür, Sachbearbeiter Material und Technik des St. Galler Zivilschutzes. Nun wurde ein Kabel abmontiert, damit ein weiterer Fehlalarm ausgeschlossen ist. Weshalb es dazu kam, ist noch unklar. «Wir vom Zivilschutz sind etwas ratlos, jahrelang hatten wir nie Probleme mit den Sirenen», sagt Thür. Der Unteregger Fehlalarm ist der vierte im Kanton in sechs Wochen. Die Serie startete am 17. Juni in der Stadt St. Gallen. Bisher ist einzig beim Alarm an der Rorschacherstrasse der Grund klar: Ein beschädigtes Kabel löste einen Kurzschluss aus. Dass die St. Galler Bevölkerung mittlerweile die Alarme nicht mehr ernst nehmen kann, sieht Thür ein. «Wenn die Sirenen ohne Grund heulen, dann ist das eine logische Folge.»

Neues Steuergerät wirkungslos

Alle Sirenen, die fälschlicherweise ausgelöst wurden, stammen von einem schwedischen Hersteller und wurden im Frühling neu installiert. Nach den ersten beiden Fehlalarmen wurden 33 Sirenensteuergeräte in der Stadt St. Gallen ausgewechselt. Später folgten 20 weitere im Kanton. Auch in Untereggen – genützt hat das nichts. (jar/cot)