Aktueller Klassiker auf der Bühne

Das Gymnasium Friedberg feiert morgen Freitag die Premiere des Theaterstücks «Peer Gynt» von Henrik Ibsen. Das klassische Stück wird von der Theatergruppe modern inszeniert.

Oliver Schneider
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Die Theatergruppe des Gymnasiums Friedberg probt für die Aufführung des Stücks «Peer Gynt». (Bild: Hanspeter Schiess)

Die Theatergruppe des Gymnasiums Friedberg probt für die Aufführung des Stücks «Peer Gynt». (Bild: Hanspeter Schiess)

GOSSAU. Die 30 Schüler der Theatergruppe des Gymnasiums Friedberg kommen zur Zeit kaum zur Ruhe. Nebst dem Schulalltag proben sie tagtäglich für die morgige Premiere des Theaterstücks «Peer Gynt». So kurz vor der Premiere ist die Anspannung bei den Proben förmlich greifbar. Bis ins kleinste Detail soll alles perfekt werden. «Etwas dunkleres rotes Licht bitte» und «langsamere Bewegungen», kommen präzise Regieanweisungen aus den dunkeln Zuschauerrängen. Trotz der harten Arbeit bleibt Raum für Scherze zur Auflockerung zwischendurch. «Das klassische Stück soll in einer modernen und unterhaltsamen Fassung auf die Bühne gebracht werden», sagt Lukas Krejci, Rektor des Gymnasiums Friedberg.

Der ausgestossene Schwindler

Das Stück handelt vom Bauernsohn Peer Gynt. Er ist ein Schwindler durch und durch, was ihn bei seinen Mitmenschen höchst unbeliebt macht. In seinem Leben ist er ständig mit Armut konfrontiert. Über seine erlogene Traumwelt versucht er der Realität zu entfliehen und ersetzt seine Nichtsnutzig- durch Heldenhaftigkeit. Seine Luftschlösser werden schliesslich im hohen Alter völlig zerstört und ihm bleibt nichts als sein wahres Ich: Eine Zwiebel mit unzähligen Schalen, aber ohne wahren Kern.

Proben bis zur Perfektion

«Die Aufführung soll den Schülern vor allem Spass machen. Sie geniessen diesen etwas aussergewöhnlichen Ausgleich zum Schulalltag, solange ich nicht allzu streng mit ihnen bin», verrät Lukas Krejci mit einem Schmunzeln. Obwohl das Stück 1867 geschrieben wurde, handle es auch von aktuellen Teenager-Themen wie Mobbing, Selbstidentifikation oder dem Schmieden eines Lebensplans.

Eine Theateraufführung fordert aber nicht nur die Schüler. Beatrice Honold, die Mutter eines Schülers, hat mit mehreren Müttern für die Kostüme gesorgt. Martina Junker, Lehrerin am Gymnasium Friedberg, begleitet zusammen mit einer Band die Aufführung mit der passenden Musik.

Die Aufführungen werden an den nächsten zwei Wochenenden in der alten Kapelle am Gymnasium Friedberg stattfinden. Am Freitag und Samstag jeweils um 19.30 Uhr und an den beiden Sonntagen um 16 Uhr.

Vorverkauf unter Tel. 071 388 53 53 oder kontakt@friedberg.ch