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ÄNDERUNG: Zuspruch für neues Konzept

Für den Seebus soll es ab 2020 neue Routen, Fahrpläne und Haltestellen geben. Goldach, Rorschach und Rorschacherberg begrüssen das. Und eine weitere Gemeinde hegt Hoffnungen.
Martin Rechsteiner
Weil zu teuer: Der Kanton überarbeitet das Seebus-Liniennetz. (Bild: Rudolf Hirtl)

Weil zu teuer: Der Kanton überarbeitet das Seebus-Liniennetz. (Bild: Rudolf Hirtl)

Martin Rechsteiner

martin.rechsteiner@tagblatt.ch

Bald feiert der Seebus seinen zehnten Geburtstag. Seit 2009 verbinden die blau-weissen Busse der Verkehrsbetriebe St. Gallen VBSG die Gemeinden Rorschach, Rorschacherberg und Goldach auf den drei Linien 251, 252 und 253. Wie es ein Jahr nach dem runden Geburtstag, im Jahr 2020 für den Seebus weitergeht, ist allerdings nicht ganz klar. Denn der Kanton hat entschieden, die Seebus-Linien bis dann zu überarbeiten und für Betreiber neu auszuschreiben. Der Hauptgrund: mangelnde Wirtschaftlichkeit.

Laut dem kantonalen Amt für öffentlichen Verkehr soll es den Seebus auch ab 2020 noch geben (s. Zweittext). Allerdings mit Neuerungen bezüglich Fahrplan, Haltestellen und Strecken. Dabei bestimmt der Kanton, die betroffenen Gemeinden hört er an.

Präsidenten sehen Potenzial

«Wir haben unsere Anliegen positioniert», sagt Beat Hirs, Gemeindepräsident von Rorschacherberg. Für ihn sei die gute regionale Anbindung der Gemeinde wichtig. «Beim Seebus wird es für uns weder zu einem Qualitätsverlust noch zu einer Ausdünnung des Fahrplans kommen», ist er überzeugt. Im Gegenteil. Die Reorganisation werde Optimierungen bringen.

Das glaubt auch Thomas Müller, der Rorschacher Stadtpräsident. «Ich sehe häufig Seebusse, die fast leer verkehren. Das kostet nur und ist schädlich für die Umwelt.» Für ihn ist klar: Es braucht neue Linien und sie sollen an jenen Orten verkehren, die eine bessere Auslastung versprechen. «Der Seebus in Einfamilienhaus-Quartieren ist unnötig, dort haben sowieso alle zwei Autos.»

Auch Tübach will den Seebus

Interessant wird das neue Buskonzept für Tübach. Die Gemeinde hat 2013 ihre direkte Busverbindung nach Goldach verloren – wegen zu tiefer Passagierzahlen. Gemeindepräsident Michael Götte setzt sich jetzt dafür ein, dass der Seebus ab 2020 durch seine Gemeinde fährt. «Möglich wäre, dass der Bus von Goldach aus eine zusätzliche Schlaufe über Tübach macht», sagt er. Dafür sei die Gemeinde auch bereit, ihren Beitrag zu zahlen. «Dieser kann auch überproportional ausfallen. Denn die Anbindung mit der Region Rorschach ist für uns wichtig.»

Weniger scharf auf diese Schlaufe ist man in der Nachbargemeinde. Er könne den Wunsch der Tübacher zwar verstehen, die Gemeinde Goldach wolle aber nicht mehr Geld ausgeben für den Seebus, sagt Gemeindepräsident Dominik Gemperli. Wichtiger als eine Verbindung nach Tübach sei für die Goldacher etwa der Erhalt der direkten Linie zwischen dem Ober- und dem Unterdorf. «Wir haben das Anliegen beim Kanton eingebracht und sind zuversichtlich.»

Zukunft des Seebusses

Der Seebus ist in den Zentrumsgemeinden nicht mehr wegzudenken. Morgens, mittags und insbesondere zur Feierabendzeit sind die Busse besonders gut besetzt. Gemäss Patrick Ruggli, er ist Leiter des Amtes für öffentlichen Verkehr im Kanton St. Gallen, sind Befürchtungen unbegründet, die Seebuslinien könnten aufgrund der fehlenden Wirtschaftlichkeit gar eingestellt werden. «Das wird auf keinen Fall passieren», bekräftigt er. Die Leistungen würden gleich gut bleiben, aber Doppelspurigkeiten von Seebus, Bus Ostschweiz und VBSG sollen vermieden werden. Was auch die finanzielle Situation verbessern werde. Es könne durchaus sein, dass die VBSG die Linien künftig weiter betreiben würden. Aber dank Ausschreibung und Konzeptüberarbeitung blieben alle Möglichkeiten und Optionen offen. (rtl)

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