Adventskalender auf Sockeln

Jeden Tag ein Türchen für Umwelt, Toleranz und Respekt: Die Schüler des Realschulhauses Buchental haben für ihren Adventskalender Skulpturen zu verschiedenen Themen geschaffen.

Janina Gehrig
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Luca, David, Melina und Corina (von links) mit einer Skulptur. (Bild: Janina Gehrig)

Luca, David, Melina und Corina (von links) mit einer Skulptur. (Bild: Janina Gehrig)

Bereits 14 Sockel säumen die Glasfassade im Neubau des Realschulhauses Buchental an der Lindenstrasse 105. Auf ihnen stehen Skulpturen aus Gips, Blech, Karton, Holz und Keramik: Etwa ein geflochtener Abfallkorb voller schwarz-weissem Müll zum Thema Umweltschutz, gekrümmte Keramikfiguren zum Thema Mobbing, gegipste Tiergestalten zum Thema Artenvielfalt.

Jeden Tag wird eine neue Skulptur auf einen Sockel gehoben, denn hinter der Ausstellung steckt ein Adventskalender. Gestaltet haben ihn elf Klassen mit insgesamt 180 Schülern zum Schulhaus-Leitsatz «Wir achten Mensch und Umwelt, indem wir ihnen mit Toleranz und Respekt begegnen».

Ein Leitsatz – 22 Objekte

«Ziel der Aktion war es, die Freude am Gestalten zu fördern und schliesslich in einer gemeinsamen Ausstellung zu zeigen, was wir gemacht haben», sagt Schulleiter Peter Angehrn. Jede Klasse sollte sich während zweier Sondertage auf zwei Begriffe einigen, die mit dem Leitsatz in Verbindung gebracht werden konnten.

Ausgewählt wurden Themen wie Luftverschmutzung, Littering, Menschenrechte, Gewalt, Rassismus, Freiheit und Anstand. Dazu schrieben die Schüler Gedichte, Geschichten und Lieder, sammelten Zeitungsartikel, malten Bilder und kreierten schliesslich 22 Objekte für die «Adventssäulen». Einzige Vorgabe war, dass die Skulpturen in schwarz-weiss erstellt werden sollten. Er sei überrascht von der Kreativität der Schüler und der Vielfalt, die innerhalb eines Themas entstanden sei, sagt Peter Angehrn. «Es ist schön zu sehen, dass die Schüler etwas zustande gebracht haben, das wirkt.»

Bemalte Kaugummis im Hof

Die Arbeiten sind voller origineller Einfälle. «Wir haben die einzelnen Schadstoffe aus Abgasen auf lange Zettel geschrieben und an einen alten Auspuff geklebt», sagt die vierzehnjährige Melina, die mit ihrer Klasse das Thema Umweltverschmutzung bearbeitet hat. «Zum Thema Littering haben wir alle Kaugummis auf dem Schulhof bunt bemalt und anschliessend fotografiert», sagt Corina. Die Gipstiere, zum Beispiel eine Raupe, eine Schnecke und eine «Wunderkatze» mit Flügeln, stehen für die bedrohte Artenvielfalt. «Es war etwas schwierig, die Tiere zu formen», sagt Luca. Die gestalterische Aufgabe habe aber viel Spass gemacht. «Wir haben auch viel Zeit dafür investiert», sagt der fünfzehnjährige David.

Das ist den Arbeiten anzusehen. Sie sind mit viel Engagement, Kreativität und Sorgfalt gestaltet worden. Keine gleicht der anderen.

Vernissage im Mai

Sie sollen denn auch nach dem vierten Advent noch nicht verabschiedet werden. «Im Februar arbeiten wir nochmals zwei Tage an der sprachlichen Verarbeitung und räumlichen Darstellung zu den Themen», sagt Angehrn. Die Objekte sollen mit Texten und Standbildern ergänzt werden. Für Mai ist eine Vernissage geplant.

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