Achtung, fertig, Mostkrug-Schieben

Muolen. Wer dachte, dass ein Mostkrug nur zum Trinken da ist, der wurde am Bauernmarkt in Muolen vergangenes Wochenende eines Besseren belehrt. Dort nämlich wurden Mostkrüge nicht gefüllt, sondern geschoben.

Drucken
Teilen
Volle Konzentration: Ein Knabe versucht sich im Mostkrug-Schieben. (Bild: Ralph Ribi)

Volle Konzentration: Ein Knabe versucht sich im Mostkrug-Schieben. (Bild: Ralph Ribi)

Muolen. Wer dachte, dass ein Mostkrug nur zum Trinken da ist, der wurde am Bauernmarkt in Muolen vergangenes Wochenende eines Besseren belehrt. Dort nämlich wurden Mostkrüge nicht gefüllt, sondern geschoben. Mostkrug-Schieben nennt sich das Ganze, das sich nicht im Festzelt, sondern zwischen Landmaschinen- und Apfelringli-Stand abspielte.

Auf zur Schweizer Meisterschaft

So funktioniert es: Man nimmt einen leeren Mostkrug und stösst ihn an einem Ende einer Holzplatte ab und versucht,

den Schub so zu kalkulieren, dass der Krug so nah wie möglich ans andere Ende rutscht, ohne dass er hinten in den Korb fällt.

Auf einer Tafel werden die besten Ergebnisse aufgelistet. Gewinnen lohnt sich, denn der Erstplazierte kann an der Schweizer Meisterschaft im Mostkrug-Schieben teilnehmen. Diese findet 2011 während des 100-Jahr-Jubiläums des Schweizerischen Obstverbandes statt.

Ersatzkrüge sind vorhanden

Interessant, mit welchen Taktiken die verschiedenen Teilnehmer ans Mostkrug-Schieben gehen: Ein jüngerer Herr im Ganzkörper-Regenschutz steht ganz nonchalant hin und schiebt den Krug nach vorne. Und siehe da: ein sehr gutes Ergebnis. Dann jene ältere Frau, die in die Knie geht, sich ihren Schuss sehr genau zu überlegen scheint und dabei fast professionell aussieht. «Aaah, das ist schwierig», sagt sie, als der Mostkrug hinten in den Korb fällt.

Und beim ganzen Spass kann es auch einmal vorkommen, dass ein Krug zerbricht. Für dieses Szenario wurde vorgesorgt: Es stehen Ersatzkrüge bereit. (bur)