Acht Millionen Franken Schaden nach Hochwasser im Rheintal

ST.GALLEN. Beim Unwetter im St.Galler Rheintal vom August 2009 haben Rückhaltebecken und Schwemmholzrechen ihre Dienste geleistet. Es entstand jedoch Schaden in der Höhe von acht Millionen Franken. Das ergab eine Analyse des kantonalen Tiefbauamts und der Naturgefahren-Kommission.

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Archivbild: pd

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Ohne die Schutzmassnahmen der letzten Jahre hätte mit grösseren Schäden gerechnet werden müssen, heisst es in einer Mitteilung des
Kantons vom Mittwoch. Ohne Rückhaltebecken und Rechen hätten die über die Ufer getretenen Bäche deutlich mehr Geschiebe und Holz in die Dörfer gespült. Auch die vom Baudepartement in den Jahren 2008 und 2009 ausgearbeitete Gefahrenkarte habe sich bewährt, heisst es.

Schaden: 8 Millionen Franken
Am 8. August 2009 waren in Eichberg, Eggerstanden und Oberriet nach heftigen Gewittern drei Bäche über die Ufer getreten. Das Hochwasser richtete Schäden von rund acht Millionen Franken an Gebäuden, Strassen und Kulturland an.

Die Brücken waren wegen den grossen Mengen an Geschiebe und Schwemmholz versperrt. Daraus resultierten Überschwemmungen: Steine, Geröll, Schutt und Schwemmholz blieben im Siedlungs- und Landwirtschaftsgebiet liegen. Gemäss der Analyse kommen solche Hochwasser statistisch alle 100 bis 200 Jahre vor.

Massnahmen-Liste aufgestellt
Um das Risiko von Hochwasserschäden weiter einzudämmen, wurde bei der Ereignisanalyse eine Liste mit Massnahmen erstellt. Diese sollen, unter Berücksichtigung der Gefahrenkarte, mit den Gemeinden, den Gebäudeeigentümern und den kantonalen Fachstellen besprochen und realisiert werden.

Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Verbauungen, wie der Kanton schreibt. Vielmehr sei es Ziel, die menschliche Nutzung wieder mehr den Standortgegebenheiten anzupassen. (sda/red.)

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