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Abtwil und Wittenbach verbinden

Zwischen Abtwil und Wittenbach sind zwei parallele Buslinien geplant: Die VBSG-Linie 3 und die Postautolinie 203 sollen mit dem Westast der Linie 7 verknüpft werden. Infolgedessen will die Stadt die Strecke nach Abtwil elektrifizieren.
David Gadze
Die VBSG-Busse der Linie 3 wenden vielleicht bereits in zweieinhalb Jahren nicht mehr am Hauptbahnhof, sondern fahren nach Abtwil weiter. (Bild: Hanspeter Schiess)

Die VBSG-Busse der Linie 3 wenden vielleicht bereits in zweieinhalb Jahren nicht mehr am Hauptbahnhof, sondern fahren nach Abtwil weiter. (Bild: Hanspeter Schiess)

Auf dem Streckennetz der Verkehrsbetriebe St. Gallen (VBSG) und auf den Postautolinien in der Region kommt es in den nächsten Jahren zu einigen Veränderungen. Im Rahmen des ÖV-Konzepts St. Gallen Ost/Oberthurgau werden Ende 2018 diverse Anpassungen vorgenommen. Die wichtigste betrifft die VBSG-Linien 3 (Heiligkreuz–Hauptbahnhof) und 7 (Westast der Strecke Neudorf–Abtwil/St. Josefen) sowie die Postautolinie 203 (Wittenbach–St. Gallen). Es ist geplant, sie miteinander zu verknüpfen. Damit ist die ursprünglich geplante Verbindung der Linie 3 mit dem Abschnitt zwischen dem Hauptbahnhof und St. Georgen der Linien 2 und 8 vorerst vom Tisch.

Zwei parallele Linien

Genau genommen sollen zwei parallele Linien entstehen: Eine kürzere vom Heiligkreuz bis zum Säntispark und eine längere von Wittenbach bis Abtwil/St. Josefen. Die Streckenführung in Abtwil soll unverändert bleiben, sagt Christian Hasler, Leiter Verkehr beim städtischen Tiefbauamt. Ob jene in Wittenbach direkt zum Bahnhof führen oder die Schlaufe über das Schwimmbad beinhalten werde, sei noch offen.

Als Folge der Linienverbindung will die Stadt die Strecke zwischen der Innenstadt und Abtwil über die Burgstrasse und die Fürstenlandstrasse, aber auch vom Heiligkreuz in Richtung Wittenbach elektrifizieren. Das sieht auch das städtische Energiekonzept 2050 vor. Noch nicht klar ist allerdings, wie weit über die Stadtgrenze hinaus die Stromleitungen für die Busse führen werden. Denn sowohl Abtwil als auch Wittenbach wehren sich gegen die «Verunstaltung» ihrer Ortszentren durch Fahrleitungen.

Trolleybusse ohne Leitungen

«Derzeit ist geplant, die Strecke im Westen bis zum Säntispark zu elektrifizieren. Im Osten ist es noch offen», sagt Hasler. Das bedeutet jedoch nicht, dass die lange Linie zwischen den Zentren von Abtwil und Wittenbach durch Dieselbusse bedient werden müsste. Es sei denkbar, den letzten Teil der Strecken auch ohne Stromleitungen mit Trolleybussen zu fahren. Die Busse könnten hierfür mit Batterien, sogenannten Energy-Packs, betrieben werden. Die VBSG hatten das System bereits zwischen der St. Leonhard-Brücke und der Poststrasse für einen fahrleitungslosen Betrieb auf dem Bahnhofplatz getestet, es vor rund einem Jahr aber abgebrochen. Vor allem das automatische Auf- und Abbügeln funktionierte nicht wunschgemäss. Aber auch die Leistung der Energy-Packs erwies sich als ungenügend. «Wir gehen davon aus, dass die Energy-Packs in wenigen Jahren genügend leistungsstark sein werden, um auch längere Distanzen zurücklegen zu können», sagt Hasler dazu.

Erst 2021 oder bereits früher?

Offen ist noch, ab wann die drei Linien verschmelzen sollen. Eine Elektrifizierung der Strecke bis zum Säntispark sei kaum vor 2021 möglich, sagt Hasler. Allerdings sei es denkbar, die Verknüpfung schon früher vorzunehmen und die Strecke während einer Übergangszeit mit Auto- statt mit Trolleybussen zu fahren.

Finanzierung noch offen

Eine zentrale Frage beim Entscheid über die Elektrifizierung ist jene der Finanzierung. Die Stadt rechnet gemäss Hasler mit Kosten von rund zehn Millionen Franken. Die benötigten zusätzlichen Busse und Chauffeure für den Betrieb der beiden neuen Linien würden weitere Aufwendungen verursachen. Während sich der Bund im Rahmen des dritten Agglomerationsprogramms St. Gallen/Bodensee (2019 bis 2022) mit bis zu vier Millionen beteiligen könnte, würde der Kanton die restlichen sechs Millionen, die von den VBSG investiert werden müssten, über die Bestellung des Angebots wieder abgelten. Dieser Entscheid steht aber noch aus.

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