ABTWIL: Mehr als 4000 Personen gehen baden

In der Bäderlandschaft im Säntispark herrscht derzeit Andrang wie sonst im Winter. Die Verantwortlichen sprechen von «Spitzentagen». Mit dem Grossandrang über Weihnachten/Neujahr lasse es sich aber nicht vergleichen. Aus mehreren Gründen.

Corinne Allenspach
Drucken
Teilen
Wenn draussen nicht Badewetter ist, dann halt drinnen: Grossaufmarsch gestern in der Säntispark-Bäderlandschaft. (Bild: Hanspeter Schiess)

Wenn draussen nicht Badewetter ist, dann halt drinnen: Grossaufmarsch gestern in der Säntispark-Bäderlandschaft. (Bild: Hanspeter Schiess)

Sie gehört vermutlich zu den wenigen Leuten, die sich über nasskaltes Wetter freut, wie es in den vergangenen Tagen herrschte. Denn Catherine Zimpfer, Leiterin Freizeitbereich Säntispark, weiss: Schlechtes Wetter während der Sommerferien ist Säntis­park-Wetter. «Ein, zwei Regen­tage können Eltern oft noch überbrücken, aber danach wird es schwierig, die Kinder daheim zu beschäftigen.» So erstaunt es denn nicht, wenn Catherine Zimpfer die vergangenen drei Tage als «spitzenmässig» bezeichnet. «Wir hatten die ersten Höchstwerte in diesen Sommerferien.» In Zahlen ausgedrückt, habe der Säntispark am Montag 3800 Badegäste gezählt, am Dienstag und gestern je gut 4000. Zum Vergleich: In der vergangenen Woche seien es 1200 bis 1500 pro Tag gewesen.

Personal in allen Bereichen aufgestockt

Dass die Säntispark-Bäderlandschaft in den Ferien vielen Familien als Schlechtwetterprogramm dient, ist gemäss Catherine Zimpfer allgemein bekannt. «Die Gäste wissen eigentlich, dass man auch mal anstehen muss.» Damit sich die Wartezeit möglichst in Grenzen hält, war in den vergangenen Tagen in sämtlichen Bereichen des Bäder- und Freizeitbereichs mehr Personal im Einsatz. Das sei möglich, weil man sehr flexible Mitarbeiter habe, sagt Catherine Zimpfer. «Alle wissen, dass wir eine Freizeitanlage sind und man dann arbeiten muss, wenn am meisten los ist.» Das sei in der Regel kein Problem, wenn sich der zusätzliche Einsatz auf wenige Tage beschränke. Catherine Zimpfer erinnert sich aber an den Sommer 2014, als es im Juli/August rund fünf Wochen lang kühl und regnerisch war. «Damals waren wir froh, als es endlich wieder sonnig wurde und unsere Mitarbeiter die Überstunden kompensieren konnten.» Vorläufig aber freut man sich im Säntispark noch über die Regentage. Ein weiterer soll ja gemäss Prognosen bereits morgen folgen. Dann allerdings nicht mehr so kühl wie Anfang Woche.

Im Sommer Spass suchen, im Winter die Wärme

Aber auch wenn der Säntispark dieser Tage in der Bäderlandschaft Rekordzahlen verbuchen kann, mit Weihnachten/Neujahr könne man es nicht vergleichen. Nicht nur wegen der Besucherzahlen. «Im Winter ist das Ambiente im Bad anders», sagt Catherine Zimpfer. «Dann suchen die Gäste Wärme. Im Sommer vor allem Beschäftigung, Spass und das Gemeinschaftserlebnis.» Besucherstärkster Tag im Jahr ist im Säntispark in der Regel der 2. Januar. In den vergangenen Jahren wurden jeweils bis zu 5300 Eintritte verkauft.