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ABTWIL: Ein neuer Anlauf für das Pfarrhaus

Das Pfarrhaus soll für rund 2,5 Millionen saniert werden. Das Projekt ist umstritten: Ein erster Versuch wurde bereits bachab geschickt.

Marode, verwittert, verwachsen – das katholische Pfarrheim und die Pfarrwohnung sind in die Jahre gekommen. Eine Sanierung soll die Schäden beheben, denn, so sind sich die Verantwortlichen einig: Die Bausubstanz ist nach wie vor gut. «Der Zeitpunkt ist günstig», sagt Kirchenverwaltungsratspräsident Hans-Rudolf Arta an der Informationsveranstaltung am Montag. Der Pfarrer Heinz Angehrn verlässt die Pfarrei per Ende August 2018.

Der bauliche Zustand des Gebäudes sei nicht zum Besten bestellt. Nur: Das Projekt ist bei den Kirchbürgern nicht unbestritten. Ein erster Versuch wurde vor zehn Jahren bachab geschickt. Verschiedene Gründe hätten dazu geführt, erklärt Arta. Einerseits wurde damals der Zeitpunkt hinterfragt, aber auch die Wirtschaftlichkeit und Notwendigkeit gaben Anlass zu Diskussionen.

Zeithorizont von bis zu 80 Jahren

Das neue Projekt lasse sich nicht mit dem vorhergehenden vergleichen, sagt Arta. Wohnen und Arbeiten sollen nun getrennt werden. «Zudem ist die Nachhaltigkeit klar gegeben. Wir rechnen mit einem Zeithorizont zwischen 50 und 80 Jahren.» Das Pfarrhaus weise Feuchtigkeitsschäden auf, hält Vizepräsident Peter Ar­tho fest. In den letzten Jahren sei bewusst auf grössere Sanierungsarbeiten verzichtet worden.

Die Verantwortlichen sind sich einig, das Pfarrhaus weise Potenzial auf. «Das Biotop wird entfernt, die Parkplätze erweitert», erklärt Architekt Cédric Bosshard ein entsprechendes Vorprojekt. Das Erdgeschoss bietet Platz für eine 4-Zimmer-Wohnung; das Obergeschoss für 5,5 Zimmer. Im Dachgeschoss soll eine zweigeschossige Wohnung entstehen. «Wir stehen in Kontakt mit der Denkmalpflege», so Bosshard weiter. Das Pfarreiheim würde ein Büro und Verwaltung unterbringen sowie eine 2,5-Zimmer-Wohnung. Erste Kostenschätzungen belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Franken. Diese könnten durch Rückstellungen von einer Million sowie Fremdkapital finanziert werden.

Die rund 30 anwesenden Kirchbürger standen grundsätzlich hinter dem Projekt. Kritikpunkt war aber der fehlende Lift. Einen solchen aussen anzubringen, sei jedoch wegen des Denkmalschutzes unmöglich, hielt Bosshard entgegen. «Ein Pfarrhaus ist keine herkömmliche Überbauung, sondern ein Unikat.» Man werde jedoch die Frage zur Diskussion stellen. Das Projekt wird an der Bürgerversammlung im April 2018 für den Antrag auf Erteilung des Baukredits unterbreitet. (mbr)

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