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ABTWIL: Appowiler stehen nicht im Regen

Nach den sintflutartigen Regenfällen an den fünften Highland Games schliesst die Rechnung mit 40 000 Franken Verlust. Dank grossen Rückhalts kommen die Appowiler aber mit einem blauen Auge davon.
Corinne Allenspach
Der Samstag an den fünften Appowila Highland Games fiel buchstäblich ins Wasser. Das hatte finanzielle Folgen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Der Samstag an den fünften Appowila Highland Games fiel buchstäblich ins Wasser. Das hatte finanzielle Folgen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Corinne Allenspach

corinne.allenspach

@tagblatt.ch

Appowila-Präsident Martin Tschirren mag sich gar nicht vorstellen, was gewesen wäre, wenn der Sonntag, 3. September auch noch so verregnet gewesen wäre wie die beiden vorherigen Tage. «Dann wäre es sehr, sehr kritisch geworden für uns», sagt er. Aber auch so haben die Jahrzehnte­regenfälle nicht nur auf der Festwiese zwischen Abtwiler Feuerwehrdepot und OZ Mühlizelg ihre Spuren hinterlassen, sondern vor allem in der Vereinskasse. Bei «normalen» Wetterverhältnissen hatten die Appowiler mit rund 18 000 Tageseintritten gerechnet. Verkauft wurden effektiv 13 000. Was angesichts der Verhältnisse zwar immer noch eine schöne Zahl ist. Aber allein bei den Eintritten macht das bei einem Tagespasspreis von 15 Franken Mindereinnahmen von 75000 Franken aus.

Firmen, Rechnungssteller und Sponsoren helfen

Inzwischen haben die Appowiler die fünften Highland Games abgerechnet und es zeigt sich: «Wir haben 40 000 Franken Verlust gemacht», sagt Tschirren. Trotzdem sehe es so aus, als komme der Verein mit einem blauen Auge davon. Der Grund: «Wir spüren einmal mehr einen super Rückhalt. Das ist uh schön.» Viele Firmen, Sponsoren und Rechnungssteller seien dem Verein aufgrund der Ausnahmesituation «extrem grosszügig entgegengekommen». Eine Firma habe beispielsweise kurzerhand das ganze Material gratis gegeben, Sponsoren hätten nachträglich noch ihre Beiträge erhöht und Rechnungssteller ein paar zusätzliche Prozent Rabatt erlassen. «Dank der Grosszügigkeit vieler und mit der Auslösung unserer Reserven aus dem Superjahr 2013 können wir grad knapp alle Rechnungen bezahlen», sagt Tschirren. Vermutlich resultiere am Schluss sogar «eine schwarze Null». Und falls nicht: Einen kleinen Verlust werde man im rund 120-köpfigen Verein selber noch auffangen. «Einfach weil uns die Highland Games so wichtig sind.» Und danach fange man halt wieder so an wie vor der ersten Ausgabe 2009: Mit null Franken in der Kasse.

Ein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken ist das für den Verein nicht. «Bei uns ist das Glas immer halb voll», sagt Tschirren. Schon kommende Woche finden erste Sitzungen für die sechsten Appowila Highland Games in zwei Jahren statt. Erste Gedanken dazu hat man sich im Vorstand bereits gemacht. «Wir kommen wohl nicht darum herum, den Gürtel etwas enger zu schnallen», sagt Tschirren. Die fünften Highland Games mit einem Budget von einer halben Million Franken seien eine Spur zu gross gewesen und «eine Materialschlacht sondergleichen». Nicht nur wegen des Verlegens unzähliger Bodenplatten und dem Aufstellen zahlreicher Zelte in allen Grössen. «Viele Mitglieder waren am Sonntagabend am Rand der Erschöpfung», weiss der Vereinspräsident, dem es auch so erging.

2019 kleinere Brötchen backen und Preise bereden

Für 2019 werde man sich darum genau überlegen, was man wirklich brauche und worauf man verzichten könnte. Ausserdem werde man auch nicht darum herumkommen, über die Eintrittspreise zu diskutieren. Zwar will der Verein diese weiterhin bewusst tief halten. Bisher waren Kinder bis 15 Jahre gratis. Künftig könnte es sein, dass man «einen Fünflieber verlange». «Wir bieten ein riesiges Angebot an Aktivitäten für die Kinder. Überall sonst zahlt man dafür ja auch», sagt Tschirren. Noch offen ist auch, ob die Highland Games 2019 traditionell am ersten Septemberwochenende stattfinden werden. Denn am gleichen Wochenende geht in Ennetbühl jeweils das Irish-Open-Air über die Bühne. «Es kann ja nicht sein, dass wir uns gegenseitig Besucher streitig machen», sagt Tschirren.

Auch wenn das Datum, die Höhe der Eintrittspreise und vieles mehr noch offen sind: Sicher ist, auch in die sechsten Appowila Highland Games werden die Vereinsmitglieder wieder all ihr Herzblut stecken. Damit jene Facebook-Userin auch in zwei Jahren wieder schreiben kann: «Abtwil sind die schönsten Highland Games der Schweiz.»

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