Abstriche am Grünen Ring unvermeidlich

Frage von Damai Stuber (Junge Grüne): Wie soll sich die St. Galler Siedlungspolitik in den nächsten 20 Jahren ausrichten in bezug auf Umzonung im Grünen Ring, Baulandnutzung und Schaffung innerstädtischer Erholungsräume?

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Veronika Meyer Kandidatin Stadtparlament Grüne (Bild: Quelle)

Veronika Meyer Kandidatin Stadtparlament Grüne (Bild: Quelle)

Frage von Damai Stuber (Junge Grüne): Wie soll sich die St. Galler Siedlungspolitik in den nächsten 20 Jahren ausrichten in bezug auf Umzonung im Grünen Ring, Baulandnutzung und Schaffung innerstädtischer Erholungsräume?

Antwort von Veronika Meyer (Grüne): Die Stadtbevölkerung wird in Zukunft vermutlich wachsen. Deshalb sind Planungsfragen von höchster Wichtigkeit. Es wird nicht zu vermeiden sein, am Grünen Ring weitere Abstriche zu machen. Allerdings darf das nur unter sorgfältiger Berücksichtigung raumplanerischer Aspekte und mit höchster architektonischer Qualität geschehen. Das freistehende Einfamilienhaus ist ein «Landfresser» und hat im Grünen Ring nichts mehr zu suchen. Terrassenhäuser und kompakte Quartiere sind zeitgemäss und urban. Sorgfältig gesetzte Hochhäuser erlauben es, grosszügige Erholungsflächen für alle zu schaffen. Einkaufszentren und die dazugehörenden Parkplätze sind alles andere als zukunftweisend. Wer Möbel kauft, kann sie sich nach Hause liefern lassen. Störend finde ich auch Industriebetriebe, die maximal zweigeschossig gebaut wurden und dadurch viel Fläche verbrauchen.

Auf der andere Seite freut es mich, wie jüngst die Spielplätze in der Stadt mit interessanten Kletter- und Spielgeräten ausgerüstet wurden. Jetzt braucht es zusätzliche «Generationenspielplätze» für Jung und Alt. Die Genfer Gemeinde Meyrin hat solche Plätze, und sie werden auch uns gefallen.

Frage an Pascal Stäheli (FDP):

Das gratis ÖV-Ticket für Jugendliche wurde bekanntlich abgelehnt. Was halten Sie von einem von Jugendlichen selbst verwalteten Angebot «Gratis Bus fahren gegen gemeinnützige Arbeit»?

Am 23. September wird auch das St. Galler Stadtparlament neu bestellt. Vorher kommen im Tagblatt Kandidierende zu Wort. Sie beantworten in Form einer Stafette Fragen, die ihnen andere Kandidatinnen und Kandidaten stellen.