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ABSTIMMUNG: Stadtrat macht sich stark fürs Theater

Der Stadtrat gibt selten eine Parole heraus für kantonale oder eidgenössische Vorlagen. Jetzt gleich zweimal innert Wochenfrist: Er empfiehlt ein Ja zur Theatersanierung.

Es sei das zweite Mal in seiner Amtszeit, dass der Stadtrat bei einer kantonalen oder eidgenössischen Abstimmungsvorlage eine Parole herausgebe. Das sagte der seit 2007 amtierende St. Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin am vergangenen Mittwoch, als das Nein zur No-Billag-Initiative und der Beitritt zum Nein-Komitee kommuniziert wurde. Gestern gab der Stadtrat die Ja-Parole zur Sanierung des Theaters für 48,6 Millionen Franken heraus. Diese kantonale Vorlage kommt wie die eidgenössische No-Billag-Initiative am 4. März zur Abstimmung.

Das Theater sei ein wesentlicher Standortfaktor der Stadt St. Gallen, schreibt der Stadtrat in seinem Communiqué. Regierung und Kantonsrat haben 2017 den Kredit für den inzwischen 50 Jahre alten Bau des Architekten Claude Paillard genehmigt. Der Stadtrat sieht den Theaterbetrieb bei einer Ablehnung oder Verschiebung der Instandsetzung gemäss Mitteilung gefährdet.

Das Theater St. Gallen geniesse mit seinen Sparten Musiktheater, Tanztheater und Schauspiel weit über die Stadtgrenzen hinaus einen ausgezeichneten Ruf und trage wesentlich zur Ausstrahlung der Stadt St. Gallen bei. Die Auslastung von rund 75 Prozent sei in der ganzen Schweiz einzigartig, schreibt der Stadtrat. Die circa 470 Vorstellungen pro Jahr würden von über 150000 Zuschauerinnen und Zuschauern aus dem ganzen Kanton und dem Bodenseeraum besucht.

Das Gebäude werde nicht «vergoldet»

Für den Stadtrat sind die Bausubstanz und die Haustechnik in einem «schlechten Zustand». Mit der Instandsetzung werde das Gebäude nicht «vergoldet», sondern an die heutigen Bedürfnisse angepasst. Zugleich würden die Platz- und Lichtprobleme sowie der Notstand an sanitären Anlagen in Werkstätten, Maskenräumen und Künstlergarderoben langfristig gelöst. Dies sei für das Personal dringlich, damit es unter zumutbaren Bedingungen arbeiten könne. Die veraltete Infrastruktur gefährde den Betrieb.

Der Bau von Claude Paillard mit seiner konsequent umgesetzten architektonischen Grundidee des regelmässigen Sechsecks gilt gemäss Stadtrat in Fachkreisen als herausragend und wirke auch 50 Jahre nach seiner Erstellung zeitlos-modern.

Ein Abbruch kommt für den Stadtrat nicht in Frage. Ohnehin wäre bei einem Neubau, dessen Standort erst noch zu bestimmen wäre, mit Kosten von 150 Millionen Franken zu rechnen, begründet der Stadtrat seine Ja-Parole zum Sanierungskredit. (dwi)

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