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ABSTIMMUNG: Solardach beliebter als Schulhaus

Mit 699 zu 414 Stimmen haben die Waldkircher das 17,5-Millionen-Schulhausprojekt angenommen. Das Resultat über die Photovoltaikanlage brachte die Schulratspräsidentin zum Schmunzeln.
Angelina Donati

Angelina Donati

angelina.donati

@tagblatt.ch

Eigentlich standen die Zeichen für das Schulhausprojekt Breite ja praktisch alle auf Grün. Die FDP, CVP, GLP, die IG Bernhardzell und der Landverein Tannenberg waren alle für die Erstellung des neuen Schulhauses. Dennoch war der Ausgang nicht ganz klar. Denn die Meinung der SVP Waldkirch-Bernhardzell war gespalten und so konnte die Partei denn auch keine Parole fassen.

Gestern nach Bekanntgabe des Abstimmungsresultats durften der Gemeinde- und Schulrat aufatmen. Mit 699 zu 414 Stimmen sagten die Bürger Ja zum 17,5-Millionen-Projekt. Das entspricht einem Verhältnis von 63 zu 37 Prozent. «Ich bin zufrieden», sagt Gemeindepräsident Aurelio Zaccari. Und auch Schulratspräsidentin Susanne Roth hat auf dieses Ergebnis gehofft. «Ich habe riesige Freude. Und die Erleichterung ist gross.» Die Stimmbeteiligung von rund 46 Prozent lag für einen Kredit in dieser Höhe allerdings etwas unter den Erwartungen, wie Zaccari und Roth sagen. Sogar mehr Stimmen als der eigentliche Antrag gab es für den Zusatzantrag, die Erstellung einer Photovoltaikanlage auf dem Schulhausdach: 757 Stimmbürger waren dafür, 343 dagegen. Dass das Solardach, das wohlgemerkt nur erstellt werden kann, wenn das Schulhaus gebaut wird, mehr Stimmen erhalten hatte, brachte Susanne Roth zum Schmunzeln. Sie sagt aber auch, dass es ein schönes Zeichen sei und ein klares Bekenntnis zur Energiestadt.

Auch bei weiteren Projekten offen kommunizieren

Im klaren Ja für den Schulhausneubau sieht der Gemeindepräsident einen Zusammenhang mit der Informationspolitik. So kommunizierte die Gemeinde von Beginn weg ausführlich und transparent. «Damit haben wir das Vertrauen der Bürger gewonnen», sagt Zaccari. Speziell zu erwähnen sei auch, dass alle involvierten Gremien, etwa Gemeinderat, Schulrat, Baukommission und Vereine, gemeinsam das Projekt mitgetragen und dahinter gestanden seien. Wurde die Gemeinde in früheren Jahren kritisiert, sie kommuniziere zu wenig, war es dieses Mal genau umgekehrt. So kam von der SVP der Vorwurf, der Gemeinderat habe zu ausführlich informiert, wie die Partei in einem Communiqué vor der Abstimmung schrieb. Das zu lesen fand Zaccari «speziell». Der neue Gemeindepräsident legt grossen Wert auf eine offene Kommunikation. Auch bei weiteren Projekten möchte er genau so weiterfahren und die «Leute von Beginn weg abholen», wie er sagt. Rückendeckung erhält er von Susanne Roth: «Man kann gar nicht zu viel kommunizieren.» Das Projekt Breite sei beispielhaft vonstatten gegangen. Auch die Schulratspräsidentin hofft, dass diese Kritik der Kommunikation für nachfolgende Projekte keinen Abbruch tut.

So rasch wie möglich sollen nun die Baueingaben folgen. Ziel ist es, dass bereits Anfang kommendes Jahr der Schulbetrieb in das Provisorium umziehen und mit dem Bau des neuen Schulhauses begonnen werden kann. Stets unter Berücksichtigung dessen, den Schulbetrieb so wenig wie möglich zu tangieren.

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