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ABSTIMMUNG: 18 Millionen für neues Olma-Land

Die Olma-Messen wollen bis 2024 einen Abschnitt der Stadtautobahn überdecken und darauf eine neue Messehalle bauen. Am 4. März entscheidet das Stimmvolk über den städtischen Beitrag.
Luca Ghiselli
So soll der Autobahndeckel mit der neuen Messehalle dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

So soll der Autobahndeckel mit der neuen Messehalle dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

Luca Ghiselli

luca.ghiselli@tagblatt.ch

Ein Deckel über die Stadtautobahn, darauf eine 12500 Quadratmeter grosse, neue Halle 1, darum herum eine Anbindung für Langsamverkehr und ÖV: Diese Vorlage macht alle zufrieden. Im Stadtparlament wurde der Investitionsbeitrag in der Höhe von 18 Millionen Franken einstimmig durchgewinkt, im Kantonsrat steht die zweite Lesung des Geschäfts kurz bevor – auch dort ohne Zeichen der Opposition gegen den kantonalen Beitrag zur Überdachung in der Höhe von 12 Millionen Franken.

In der Vorlage steckt aber mehr drin, als nur der Bau der rund 200 Meter langen Überdeckung der Stadtautobahn am östlichen Eingang in den Rosenberg-Tunnel. Es geht auch um eine Zonenplanänderung und um Liegenschaftengeschäfte. Am Freitag stellte die städtische Baudirektorin Maria Pappa das Projekt vor und erklärte vor den Medien, warum sich der Stadtrat für den Deckel stark macht.

«Wichtig für den Standort»

Dass die Vorlage im gesamten politischen Spektrum unbestritten ist, sei keine Selbstverständlichkeit, sagt Pappa. «Dieser Vorlage gingen lange Verhandlungen voraus. Wir sind froh, dass das Resultat nun gut anzukommen scheint.» Mit der Überdeckung der Stadtautobahn schaffe man «neuen Boden», und das in einer ohnehin bereits verdichteten Stadt. Die geplante Investition habe eine «hohe standortpolitische Bedeutung» für die Stadt, sagt Pappa. Denn die Olma-Messen wirkten weit über die Kantonsgrenzen hinaus, stärkten den Wirtschaftsstandort und stifteten Identität. «Das wollen wir als Stadt gerne in einem vernünftigen Rahmen unterstützen, auch weil die Olma viel zurück gibt», sagt Pappa. Die Vorlage, über die das städtische Stimmvolk am 4. März entscheidet, besteht aus drei Teilen. Neben dem Investitionsbeitrag beinhaltet sie auch eine Zonenplanänderung. Diese ist notwendig, weil mit der Überdeckung der Autobahn neuer Boden entsteht. Das Gebiet ist heute als übriges Gemeindegebiet eingezont und soll neu der Bauzone zugeteilt werden. Der dritte Teil der städtischen Vorlage umfasst verschiedene Liegenschaftengeschäfte. Mit Ausnahme von zwei Grundstücken befindet sich das Olma-Areal im Eigentum der Stadt. Damit der Deckel realisiert werden kann, gibt die Stadt diese Parzellen im Baurecht an die Olma Messen ab. Es handelt sich dabei um vier Grundstücke an der Rosenheimstrasse – die Häuser darauf müssen dem Grossprojekt weichen. Im Gegenzug geben die Olma-Messen das Areal, auf dem einst die Halle 7 und heute Parkplätze stehen, an die Stadt zurück. «Solange wir nicht wissen, wie es dort weitergeht, haben wir zumindest die Einnahmen aus den Parkplätzen dort.»

Baustart ist frühestens 2021

Der städtische Investitionsbeitrag hätte, wären die Liegenschaftengeschäfte in der Rechnung berücksichtigt worden, unter 15 Millionen Franken fallen können, sagte Maria Pappa vor den Medien. So hätte man zwar eine Volksabstimmung umgehen können, das sei aber nicht das Ziel gewesen. «Im Gegenteil: Es ist uns ein Anliegen, dass sich das Stimmvolk zur Vorlage bekennt.»

Der Zeitplan ist straff: Werden sowohl der städtische als auch der kantonale Beitrag gutgeheissen, startet bereits im Herbst der Projektwettbewerb für die Messe- und Eventhalle. Die Kosten dafür tragen die Olma Messen. Danach steht das Bewilligungsverfahren sowie die Koordination mit dem Sanierungs- projekt der Stadtautobahn des Bundesamts für Strassen an. Frühstmöglicher Baubeginn der Überdeckung ist 2021, die Messehalle 1 soll in den Jahren 2023/2024 entstehen. Zur Olma 2024 hin wäre die neue Event- und Messehalle dann bereits in Betrieb. Das ganze Projekt löst Investitionen von 163,4 Millionen Franken aus. Allein die neue Messehalle kostet 121,8 Millionen Franken.

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