ABSCHLUSSFEIER: 120 Diplome überreicht

Im Pfalzkeller haben Absolventinnen und Absolventen der Bénédict-Schule ihre Diplome erhalten.

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«Sind Sie eine Erfolgsstory oder ein Versager?» Das fragte Andrea Günther, Schulleiterin der Bénédict-Schule St. Gallen, die Diplomandinnen und Diplomanden an ihrer Abschlussfeier kürzlich im Pfalzkeller. Unter den 120 Absolventinnen und Absolventen befinden sich medizinische Praxisassistentinnen, Arzt-, Spital- sowie medizinische Sekretärinnen. Zudem schlossen Kaufleute des E- und B-Profils, Ernährungs­berater und Netzwerker ihre Ausbildungen und Lehrgänge ab. Auch Lernende, die einen Intensiv-Deutschkurs absolvierten, wurden ausgezeichnet.

Diplom als erstes Ticket für eine lange Reise

Die Schulleiterin gab den Absolventen Tipps mit auf den Weg, wie sie Erfolg haben können. So begann sie ihre Diplomrede mit der Bemerkung, wie wichtig es sei, etwas zu tun. «Wer nichts tut, macht zwar keine Fehler, hat aber auch keinen Erfolg.» Zudem ­solle man nicht auf sein Glück warten, denn das sei, als warte man auf einen Sechser im Lotto. Sie verglich die Wahrscheinlichkeit, einen Sechser im Lotto zu erhalten mit der Wahrscheinlichkeit, mit einem Supermodel auszugehen. Dies sei zwar deutlich wahrscheinlicher, aber immer noch extrem selten. Auf ein Super­model zu warten, lohne sich also ebenso wenig, wie auf den beruflichen Erfolg zu warten. Sie riet den Absolventen zudem, ­immer am Ball zu bleiben. «Bei Misserfolgen heisst es: Auf­stehen, Krone richten und weitermachen.»

In ihrer Rede machte sie den Absolventen aber auch Mut. So sagte Günther, dass sie immer wieder ehemalige Absolventen der Bénédict-Schule reffe und ­jeweils überrascht sei von ihren Erfolgsgeschichten. Sie erinnerte die Diplomanden daran, dass ehemalige KV-Schüler nun Geschäftsleute mit eigenen Firmen seien und dass den Absolventen diese Türen nun auch offen stünden. «Jedoch ist das Diplom erst das erste Ticket für diese Reise», sagte Günther. Die Verkehrs­mittel und Geschwindigkeit hätten die Ausgebildeten selbst zu bestimmen. Um eine «Erfolgsstory» zu werden, wünschte sie den Diplomanden Durchhaltevermögen und Flexibilität. So sollten sich beispielsweise jene, die Fahrlehrer werden wollen, ­einen Plan B bereithalten, denn selbstfahrenden Autos seien auf dem Vormarsch.

Mut und Leidenschaft anstatt Perfektionismus

Festredner war dieses Jahr Marcel Dobler, FDP-Nationalrat und Präsident des Dachverbandes für Informatik- und Kommunikationstechnologie «ICT Switzerland». Als eines der Gründungsmitglieder von «Digitec» sprach er über die Anfänge. Das Unternehmen wurde 2001 gegründet. Ein Grund für den Erfolg sei unter anderem der benutzerfreundliche Online-Shop gewesen. Dobler betonte, dass es Mut und Leidenschaft brauche, um ein eigenes Unternehmen zu starten. Perfektion sei weniger wichtig. Die Diplomfeier im Pfalzkeller wurde von der Band Elven musikalisch begleitet. Das Trio besteht aus Shirley und Sandra McMaster sowie Gregor Jegge, der den Gesang mit der Gitarre begleitete. (pd/egr)