Abschluss mit Zuckerguss

Der 23jährige Horner Pascal Kölbener, Lehrling der Confiserie Hirschy in Wil, schloss seine Lehre mit der Spitzennote 5,9 ab. Nun sucht der Confiseur eine Stelle und bereitet sich auf die Schweizer Meisterschaften in Luzern vor.

Arcangelo Balsamo
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Der Horner Pascal Kölbener wird Ende November an den Schweizer Meisterschaften an den Start gehen. (Bild: Arcangelo Balsamo)

Der Horner Pascal Kölbener wird Ende November an den Schweizer Meisterschaften an den Start gehen. (Bild: Arcangelo Balsamo)

HORN/WIL. Er sei selbst überrascht gewesen über die 5,9, erzählt Pascal Kölbener. «Ich hatte schon ein gutes Gefühl, aber mit einer so guten Note hatte ich nicht gerechnet», gibt der 23-Jährige zu. «Ein grosses Lob geht an meinen Chef und an das Hirschy-Team, ohne welches ich mit Sicherheit nicht so gut abgeschnitten hätte», gibt sich der junge Mann bescheiden. Die Note ergab sich aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Für letzteren mussten sechs Sorten Pralinen, zwei Torten, Snacks, Patisserie-, Traiteur- und Zuckerarbeiten hergestellt werden, und das Ganze in zwölf Stunden, welche auf zwei Tage verteilt waren.

Talent nicht von ungefähr

Eine Diplomarbeit im klassischen Sinn war nicht gefragt. Aber jeder musste in der Freizeit ein Schaustück erstellen, das an der Offa ausgestellt wurde. Mit seiner Kreation aus Schokolade und Massa Ticino erzielte er den ersten Platz. Nach seiner Ausbildung im Bereich Detailhandel Sport war die Lehre als Bäcker-Konditor-Confiseur mit Fachrichtung Confiserie bereits die zweite. Sein Talent für die Confiserie kommt nicht von ungefähr; bereits sein Grossvater und sein Vater erlernten das süsse Handwerk. Neben der Filiale in Horn ist die Chocolaterie Kölbener auch in der Stadt St. Gallen vertreten. Seit August 2010 führt das Unternehmen das Café Pelikan, und im September folgt eine Filiale am Klosterplatz. Pascal Kölbener betont aber, dass er von sich aus entschieden habe, die Lehre als Bäcker-Konditor-Confiseur mit Fachrichtung Confiserie anzutreten.

«Der Job ist sehr abwechslungsreich. Je nach Saison ändern die Zutaten. Ich kann eigene Ideen einbringen und sie selbständig umsetzen – und am Ende hat man ein Resultat, das man sogar probieren kann», gerät Kölbener ins Schwärmen. Negative Aspekte fallen ihm spontan keine ein. Auch dass man an Wochenenden arbeiten muss, nimmt der Hobby-Tennisspieler mit Gelassenheit hin.

Ehrgeiziger Typ

Auf seine Zukunft angesprochen gibt der frischgebackene Lehrabsolvent an, er bemühe sich derzeit um eine geeignete Stelle. «Gerne nur zu 80 Prozent, da ich die restliche Zeit zur Vorbereitung auf die Schweizer Meisterschaften, die Ende November in Luzern stattfinden, nutzen möchte», erzählt Kölbener. Er sei durchaus ein ehrgeiziger Typ und möchte sich beim nationalen Kräftemessen von seiner Schokoladenseite präsentieren.

Das Schaustück hat Kölbener in seiner Freizeit kreiert. (Bild: Pascal Kölbener)

Das Schaustück hat Kölbener in seiner Freizeit kreiert. (Bild: Pascal Kölbener)