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ABGETAUCHT: Mit Drogen und ohne Ausweis am Steuer

Ein Mann setzte sich unter Drogeneinfluss ans Steuer, obwohl ihm die Behörde den Lernfahrausweis verweigert hatte. Er wurde angeklagt, erschien aber nicht vor Gericht.

Der 27-jährige Beschuldigte hätte sich am Kreisgericht St. Gallen wegen Fahrens in nicht fahrfähigem Zustand und ohne Berechtigung, Entwendung eines Motorfahrzeuges zum Gebrauch und dem Konsum von Marihuana und Kokain verantworten müssen. Der Einzelrichter und der Gerichtsschreiber warteten jedoch vergeblich auf ihn. Er hatte den eingeschriebenen Brief mit der Vorladung an die Gerichtsverhandlung nicht abgeholt und erschien auch nicht vor Schranken. Möglich ist, dass er gar nicht mehr an der von ihm angegebenen Adresse wohnt.

Lernfahrausweis wurde verweigert

Nach einer halben Stunde beschloss das Gericht, die Verhandlung zu verschieben. Nun wird es nach ihm fahnden lassen, um seinen Wohn- und Aufenthaltsort ausfindig zu machen und ihm die Vorladung erneut senden zu können. Erscheint er zum zweiten Mal nicht vor Gericht, besteht die Möglichkeit, die Gerichtsverhandlung in Abwesenheit des Beschuldigten durchzuführen und ein Urteil zu fällen.

Der Dominikaner, der im Besitz einer Niederlassungsbewilligung C ist, wurde zwei Mal innert weniger Monate am Steuer des Autos seiner Frau erwischt. Bei der ersten Fahrt war er im Juni 2016 auf der Harfenbergstrasse unterwegs, als ihn die Polizei kontrollierte. Den Beamten fielen seine leicht geröteten, wässrigen Augen auf. Bei den weiteren Abklärungen kam heraus, dass er keinen Führerausweis besass, da ihm das Strassenverkehrsamt St. Gallen einen Lernfahrausweis auf unbestimmte Zeit verweigert hatte. Das Auto hatte er ohne Wissen seiner Frau gelenkt. In seinem Blut konnte zudem nachgewiesen werden, dass er Marihuana und Kokain konsumiert hatte. Der Grenzwert des aktiven Cannabiswirkstoffs THC war deutlich überschritten.

Kontrolle am Grenzübergang

Bei der zweiten Kontrolle im Januar 2017 wollte der Mann in Oberriet nach Feldkirch fahren. Die Grenzwacht stellte wiederum fest, dass er unter Drogeneinfluss stand, keine Berechtigung zum Autofahren besass und das Auto seiner Frau entwendet hatte.

Die St. Galler Staatsanwaltschaft beantragte dem Gericht eine unbedingte Freiheitsstrafe von neun Monaten und eine Busse von 400 Franken zu erlassen. Der Beschuldigte ist bereits vorbestraft. Er hatte im April 2016 vom Untersuchungsamt St. Gallen eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je 80 Franken erhalten. Dafür wurde ihm der bedingte Vollzug mit einer Probezeit von drei Jahren gewährt.

Da der Angeklagte sich innerhalb dieser Probezeit erneut nicht ans Gesetz hielt, beantragte die Staatsanwaltschaft zudem, dass er nun die Geldstrafe von umgerechnet 6400 Franken bezahlen muss.

Claudia Schmid

stadtredaktion

@tagblatt.ch

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